Bunratty Castle & Folk Park

Das Bunratty Castle (irisch: Caisleán Bhun Raithe) im Co. Clare befindet sich am Zusammenfluß der Shannon-Mündung und des Owenogarney River (oder auch Ralty River). An dieser Stelle befand sich ca. 970 ein Handelsplatz der Wikinger, bevor 1250 dort eine Holzfestung gebaut wurde.
Die Burg, wie wir sie heute kennen, wurde um das Jahr 1425 von den MacNamaras erbaut und fiel ein halbes Jahrhundert später an den damals größten Clan in North Munster, den O’Briens, zurück.

Die Burg ist Teil des Bunratty Folk Parks, einer Art Freilichtmuseum, das sich auf ca. 10 Hektar erstreckt. Neben einem Wikingerspielplatz und diversen einheimischen Tieren wie z. B. Schafen, Ziegen, Ponys usw. findet man auf dem Gelände auch zwei Irish Wolfhounds namens Saoirse und Meabh.

Ein Highlight für Kinder ist der Feen-Pfad mit seinen Skulpturen und kleinen Häuschen, die sich am Rande des Weges oder in kleinen Wäldchen verstecken.

Über das Gelände verteilt findet man auch eine Reihe traditioneller irischer Bauernhäuser, die verschiedene Lebensstile zu Beginn des 20. Jahrhunderts veranschaulichen. Insgesamt verfügt der Park über mehr als 30 Gebäude.

Zentrum des Parks ist die sogenannte „Village Street“, eine Straße, in der man buchstäblich ins Dorfleben des 19. Jahrhunderts eintaucht. Hier findet man diverse typisch irische Gebäude aus dieser Zeit, mit den entsprechenden Einrichtungen wie z. B. eine Schule, ein Postbüro, einen Arzt oder diverse andere Geschäfte oder Wohnhäuser.

Die Schule

Das Haus des Arztes

Die Village Street

Auch eine Kirche darf natürlich nicht fehlen, diese liegt etwas abgelegen der Village Street

Mühle und ummauerter Garten

Der Garten wurde um 1804 angelegt.

Der Park ist seit März 2022 täglich von 9:30 bis 17:30 Uhr geöffnet.

Nachdem mittlerweile die Corona-Beschränkungen aufgehoben wurden, ist es auch nicht mehr notwendig, vorher zu buchen. Allerdings ist der Eintritt bei vorheriger Online-Buchung etwas günstiger.

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Tierfotos in Irland

Irland bietet unzählige Freizeitangebote. Sei es Wandern in den Wicklow Mountains, Wellenreiten im Surferparadies Lahinch oder eine Städtetour in Dublin. Auch ein Badeurlaub ist auf der Insel mit ihren wunderschönen Stränden möglich. Was macht man aber, wenn man mit Kindern Urlaub in Irland macht? Der Nachwuchs wird, je nach Alter, wahrscheinlich von den oben genannten Freizeitaktivitäten weniger begeistert sein. Da bietet sich natürlich ein Besuch im Tierpark oder einer Falknerei an. Aber auch zum Fotografieren ist ein Zoobesuch ideal und eine willkommene Abwechslung zu den sonst üblichen Fotos von Landschaften und Burgruinen.

Inhalt

Ausrüstung

Ein Sprichwort sagt: Die beste Kamera ist die, die man gerade dabei hat. Jedoch wird man mit einem Mobiltelefon im Tierpark wohl nicht die besten Ergebnisse erzielen. Mittlerweile gibt es jedoch relativ gute und günstige Bridgekameras mit ordentlichen Zoombereichen. Diese Kameras eignen sich natürlich deutlich besser für Bilder von den meist weiter entfernten Tieren. Bestes Beispiel: Die Nikon Coolpix P1000 mit ihrem 125-fachen Zoom. Ins Kleinbildformat umgerechnet ergibt das eine Brennweite von 24 bis 3.000 Millimeter.
Idealerweise hat man natürlich eine Spiegelreflexkamera und ein Objektiv mit großer Brennweite (100-300 mm) dabei. Auch ein Dreibeinstativ macht im Zoo Sinn, denn wenn man länger mit der Kamera im Anschlag vor einem Gehege steht, um auf den richtigen Moment zu warten, können die Arme schon mal schwer werden. Ansonsten dienen auch Mauern und Zaunpfähle an den Gehegen als praktische Auflage und geben genügend Halt. So wie bei diesem Besucher hier, den ich im Zoo in Dublin aufgenommen hatte. Nicht dass man im Zoo eine Tarnung am Objektiv anbringen müsste, aber diese Cover in Tarnmuster sind in der Regel aus Neopren und damit ein guter Schutz gegen Kratzer und Schrammen.

Eine große Brennweite ist natürlich im Zoo sehr praktisch.

Hier einige Beispiele aus den Besuchen der letzten Jahre.

Dublin Zoo

Der wohl bekannteste Tierpark in Irland, der jedes Jahr über 1 Million Besucher anzieht, wurde im September 1831 eröffnet. Er liegt am Rande des Phonix-Parks in Dublin und erstreckt sich auf eine Fläche von ca. 28 Hektar. Er ist neben London, Paris und Wien der viertälteste Zoo der Welt. Die Geschichte Irlands ging auch am Zoo in Dublin nicht spurlos vorbei. Während des Osteraufstandes 1916 wurden die Futtermittel knapp, daher mussten einige Tiere getötet werden, um die großen Raubtiere am Leben zu erhalten.

Eine Berühmtheit aus dem Dubliner Zoo kennt wohl jeder. Leo der Löwe, der seit 1957 am Anfang eines Filmes von Metro-Goldwyn-Mayer aus dem Logo brüllt, wurde im Dubliner Zoo geboren. Auch Slats, der erste der insgesamt 7 MGM-Löwen stammt aus dem Zoo in Dublin. Er verzierte das Logo von 1916–1928.

Die folgenden Bilder wurden mit einem Tamron 150-600 mm Objektiv ohne Stativ aufgenommen.

Mehr dazu auf https://www.dublinzoo.ie/


Fota Wildlife-Park

Mit ca. 40 Hektar ist der Fota-Wildlife-Park deutlich größer als der Zoo in Dublin und meines Erachtens auch der schönere Park von beiden. Dieser Tierpark liegt auf der Halbinsel „Fota Island“ ca. 10 km östlich der Stadt Cork im gleichnamigen County. Der Fota-Wildlife-Park wurde 1983 eröffnet und zählte im Jahr 2019 ca. 462.000 Besucher. Wenn man durch den Park spaziert, hat man auch das Gefühl, man ist den Tieren näher. Die Gehege sind großzügiger und offener angelegt.

Ein Besucher schrieb z. B. auf Tripadvisor:

Der Dubliner Zoo fühlt sich an, als würden Sie die Tiere beobachten. Fota fühlt sich an, als ob Sie zwischen ihnen gehen.

Hier hatte ich das Tamron 70-300 und das Nikon 24-120 dabei.

Der „Löwenangriff“

Ein unvergessliches Erlebnis hatten wir beim Löwengehege im Fota-Wildlife-Park. Da es leicht zu regnen begann, stellten wir uns unter eine Überdachung vor der großen Scheibe, hinter der der Löwe friedlich schlief. Scheinbar wurde er durch das Geschrei der Kinder geweckt, die sich auch dort untergestellt hatten.

Noch schläft er friedlich…

Da meine Frau mit dem Rücken zur Scheibe auf der dort angebrachten Holzablage saß und meine Mutter sich gerade im Bereich vor der Überdachung aufhielt, um nach dem Wetter zu sehen, bemerkten Sie beide nicht, dass sich der Löwe inzwischen an der Glasscheibe aufbäumte. In dem Moment kam meiner Mutter um die Ecke und blieb vor Schreck stehen. Ein genialer Moment und da sich der Löwe immer wieder aufs Neue aufbäumte, hatte ich Gelegenheit, mir schnell meine Kamera zu schnappen und diesen Moment festzuhalten.


Burren Birds of Prey Centre

Diese Falknerei liegt in der Nähe von Ballyvaughan im Burren, einer 250 km² großen Karstlandschaft im Nordwesten des County Clare.

The Burren, Co. Clare
Die Karstlandschaft des Burren im Co. Clare

Dort sieht man Greifvögel aus aller Welt, wie z. B. Falken, Eulen, Adler und Geier. Das im März 2008 eröffnete „Burren Birds Of Prey Center“ ist das größte derartige Zentrum in Irland und bietet einen seltenen Einblick in die Welt dieser wunderbaren Vögel. Höhepunkt eines jeden Besuches sind, für Kinder und auch für Erwachsene, die täglich stattfindenden Flugvorführungen.

Auch hier war das Tamron 150-600 mm dabei.

Infoseite: https://www.aillweecave.ie/birds-of-prey


The Donkey Sancutary

Wer Esel mag, sollte unbedingt einen Abstecher nach Liscarroll im County Cork machen. Dort befindet sich die 1987 eröffnete Donkey Sanctuary, eine Art Reservat und Pflegestation für Esel, mit ca. 150 Tieren. Seit der Eröffnung haben sich die Mitarbeiter dort bisher um mehr als 5.000 Esel gekümmert. Für viele von den Tieren, die aus ganz Irland dorthin gebracht werden, ist es das erste Mal, dass sie liebevoll behandelt werden.

Man kann die Tiere streicheln und in Ruhe auf den diversen Wiesen und Gehegen beobachten. Der Eintritt und das Parken ist dort kostenlos.

Mehr Infor: https://www.thedonkeysanctuary.ie/

Weitere Tieparks in Irland:

Galway Atlantaquaria: https://www.nationalaquarium.ie/

Dingle Oceanworld, Co. Kerry: https://www.dingle-oceanworld.ie/

National Sea Life Bray, Co. Wicklow: https://www.visitsealife.com/bray/

Belfast Zoo: http://www.belfastzoo.co.uk/

The National Reptile Zoo, Kilkenny https://www.nationalreptilezoo.ie/

Coolwood Wildlife Park and Zoo, Co. Kerry: https://www.facebook.com/CoolwoodWildlifePark/

Secret Valley Wildlife Park, Co. Wexford: https://www.secretvalley.ie/

Wild Ireland, Co Donegal: https://www.wildireland.org/

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Meine Top 10 Fotolocations in Irland

Wer zum ersten Mal eine Reise nach Irland plant, ist wahrscheinlich überwältigt von den vielen Möglichkeiten und Locations auf dieser schönen Insel, auf der man ja fast an jeder Ecke ein geeignetes Motiv für ein nettes Reisefoto findet. In den letzten Jahren hatte ich neben kurzen Tagesausflügen zu diversen Spots, die Gelegenheit, den Wild Atlantic Way von Cork bis Nordirland abzufahren und habe hier mal meine persönlichen Favoriten aus diesen Jahren zusammengestellt.

Inhalt

10. Rock of Dunamase

Der Rock of Dunamase (irisch: Dún Masc) liegt nahe der (N 80) östlich der Stadt „Port Laois“ auf einem ca. 150 m hohen Hügel im County Laois. Die Grafschaft Laois verdankt seinen Namen dem König von Leinster Laois Ceann Mór. Von diesem Hügel kann man bis in die Slieve Bloom Mountains blicken.


9. Clonmacnoise

Diese wunderschöne Klosterruine, deren Geschichte bis ins 6. Jahrhundert zurückreicht, liegt im County Offaly, am Fluss Shannon und ist heute eine der meistbesuchten touristischen Attraktionen Irlands. Seit 1877 ist Clonmacnoise ein National-Monument.


8. Mizen Head

Die Mizen-Halbinsel im County Cork ist die südlichste der vier südwestlichen Halbinseln Irlands und die Südwestspitze Irlands. Sie bietet mit ihren hohen, rauen Klippen sehr schöne Motive, die auch bei schlechterem Wetter ihren eigenen Reiz haben. Über eine Brücke gelangt man zum Leuchtturm und zum Mizen Head Visitor Centre das fast an der Spitze der Halbinsel liegt.


7. Fanad Head

Fanad ist eine Halbinsel im Norden der Republik Irland im County Donegal. Diese befindet sich zwischen Lough Swilly und Mulroy Bay. An deren Spitze liegt der Fanad Head mit seinem malerisch gelegenem Leuchtturm, der 1814 gebaut wurde, nachdem 1812 die Fregatte „Saldana“ am Fanad Point (dem heutigen Fanad Head) zerschellt war.
Allein die Fahrt entlang der östlichen Küste, über die R268 ist traumhaft und lädt einen alle paar Kilometer dazu ein, für ein Foto anzuhalten. Daher meine Empfehlung für jeden, der diese Route plant: Genug Zeit für kurze Pausen einplanen!


6. Cliffs of Moher

Wer kennt sie nicht, die berühmten Cliffs of Moher? Zwischen den Orten Liscannor und Doolin im County Clare gelegen, erreichen diese Steilklippen am O’Brien’s Tower eine Höhe von bis zu 214 m.

Die ideale Zeit für Fotos von Sonnenuntergängen ist Januar/Februar.
Im Juni 2013 wurde der ca. 20 km lange „Cliffs Coastal Walk“ eröffnet. Dieser Trampelpfad führt nur einige Meter vom Rand der Klippen entfernt und teilweise unbefestigt, von Doolin nach Liscannor und bietet an einigen Stellen atemberaubende Aussichten.

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5. Wicklow Mountains

Die Wicklow Mountains (irisch: Sléibhte Chill Mhantáin), der Gebirgszug im Osten Irlands, der sich vom Süden Dublins bis in den County Wexford erstreckt, muss hier aufgrund seiner Vielfalt von Möglichkeiten und Motiven ebenfalls genannt werden.
Hier befindet sich z. B. der berühmteste und, mit 121 Metern, größte Wasserfall Irlands. Der Powerscourt Wasserfall, der auch von Hollywood gern als Kulisse benutzt wird. Er ist unter anderem in den Filmen „Excalibur“ und „Der Graf von Monte Christo“ zu sehen.

Ein weiterer Fotospot im Herzen der Wicklow Mountains ist der 48 Hektar große Lough Tay (auch auch Guinness Lake genannt).
Die Familie Guinness ließ den weißen Sand des Sees importieren, um ihm ein unverwechselbares Aussehen zu verleihen.


4. Inishmore

Die größte der 3 Aran-Inseln, im Westen Irlands, in der Galway-Bay gelegen, ist ein ideales Ausflugsziel mit vielen Sehenswürdigkeiten und malerischen Motiven. Idealerweise bleibt man über Nacht in einem der netten und gastfreundlichen B&B’s, die es auf der Insel gibt, so hat man genügend Zeit, diese zu erkunden. Auch wenn die Insel nur 14 km lang und 3 km breit ist, hat man Mühe alles Sehenswerte zu besuchen. Dort gibt es, neben der wohl berühmtesten Touristenattraktion, dem prähistorischen Steinfort „Dun Aengus“ (zu dem es hier auch einen eigenen Blog gibt), noch vieles mehr zu entdecken.

Zur richtigen Zeit und sofern das Wetter mitspielt, kann man hier wunderschöne Sonnenaufgänge fotografieren. Wie z. B. hier im Mai 2018, morgens um 4:30 Uhr am Fischerhafen von Kilronan.


3. Glendalough

In Glendalough, einem Tal in den Wicklow Mountains, liegt die wohl bekannteste Klostersiedlung Irlands. Deren markanter, 33 Meter hohe Rundturm wurde ca. 1066 während der Wikingerinvasion gebaut.

Die über die gesamte Anlage verstreuten, Hochkreuze und alten, teilweise im Boden eingesunkenen Grabsteine, die man entlang es Weges durch die Anlage findet, sind interessante und beliebte Motive und ergeben vor den, mit Bäumen bewachsenen Hügeln, an manchen Stellen ein schönes und seltenes Motiv.

Im 12. Jahrhundert sollen in Glendalough bereits mehr als 3000 Menschen gelebt haben.


2. Garnish Island

Garnish Island (oder auch Garinish Island) ist eine Insel in der Bantry Bay, im County Cork, welche mit einer Fähre von Glengarriff aus erreicht werden kann. Auf dem Weg dorthin kommt man vorbei an Seal Island, einem Felsen mit einer Robbenkolonie, die aus bis zu 250 Tieren besteht.

Auf der Insel gibt es verschiedene Bereiche wie z.B. die „Italienischen Gärten“ oder das „Happy Valley“.

Man kann dort die verschiedensten Motive finden. Von allerlei Pflanzen, die entlang der Wege mit entsprechenden Informationen beschildert sind, über diverse Bauwerke wie z. B. einen Martello Tower aus dem Jahre 1805 oder einem wunderschön gelegenen griechischen Tempel u. v. m.

Da es auf der Insel auch ein Cafe gibt, kann man sich dort einige Stunden aufhalten und Möglichkeiten für Fotos gibt es genug.


1. Connemara

Die absolute Nummer 1 unter den Fotolocations in Irland ist, meines Erachtens, Connemara. Das Gebiet im Westen Irlands, das Oscar Wild schon als „Wilde Schönheit“ bezeichnete, lässt wohl das Herz eines jeden Landschaftsfotografen höher schlagen.

Connemara

Die verschiedensten Landschaftsarten wie, z. B. Seen, Berge, Halbinseln, Heide- und Moorlandschaften sind hier zu finden. Die inoffizielle Hauptstadt von Connemara ist Clifden mit seinen ca. 1600 Einwohnern. Das Besucherzentrum des 1980 gegründeten, ca. 30 km² großen, Nationalparks im County Galway befindet sich in Letterfrack.
Die größte Insel in Connemara ist, mit ihren im Jahr 2011 gezählten 180 Einwohnern, Inishbofin, welche ca. 9km vor der Küste liegt.

Inishbofin

In Connemara befindet sich auch das Zwölf-Bens-Gebirge. Der Gebirgszug mit seinen mehreren, bis zu 700m hohen Bergen, liegt nördlich des Derryclare Lough, einem Süßwassersee am Eingang des Inagh-Tals.

Derryclare Lough mit den 12 Bens im Hintergrund

Auch die älteste irische Benediktinerinnenabtei – Kylemore Abbey – findet man in Connemara.

Kylemore Abbey

Um die Eindrücke von Connemara zu beschreiben, bräuchte es wahrscheinlich mehrere Seiten mit unzähligen Bildern. Ich hoffe, ich konnte Euch hier einen kleinen Eindruck dieser wunderschönen Landschaft vermitteln.

Meine Top 10 Fotoloactions in Irland gibt es auch als eBook: https://irlandfoto.com/buecher/

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