Buch Nr. 3

Nun ging es doch schneller als geplant – ab sofort ist ein weiteres Buch im Handel.

Bei einigen Online-Buchhandlungen fehlt noch das Coverbild, bei Amazon ist es offiziell noch nicht bestellbar usw., aber bei den ersten Shops ist es schon mit Cover verfügbar. So z. B. bei BOD (dort gibt es auch einen Blick ins Buch).

Klick auf das Bild um die Shopseite zu öffnen:


Im Teil 2 von Leben und Fotografieren in Irland geht es neben Kurzgeschichten aus dem Blog zum Fotografieren in Irland auch um unseren vierbeinigen Familienzuwachs „Gandalf“, den Greyhound, den wir im Januar adoptiert hatten.

Wer Hunde, Fotografie oder Irland mag, ist hier bestens beraten. Für diejenigen, die es sich in einer Buchhandlung vor Ort bestellen möchten, hier die ISBN-Nr.:

ISBN-13: 9783710806957

Das Coverbild wurde übrigens (wie auch das vom ersten Teil) in Doolin, Co. Clare aufgenommen.

Coverbild "Leben und Fotografieren in Irland (2)" Doolin Co. Clare

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Viele bunte Smarties

Ein Gastbeitrag von Silvia Peiker (mehr dazu im Autorenprofil)

Achtung, da ist schon wieder ein Smartie!“ rufen unsere Kinder vom Rücksitz des Leihwagens, der sich auf der engen, kurvigen Küstenstraße des Rings of Kerry hochkämpft. Wir genießen die herrliche Aussicht auf die Küste von Kenmare und bestaunen die vielen bunt gepunkteten Schafe, die leider nicht nur auf den grünen, eingezäunten Weiden grasen, sondern manchmal, verborgen hinter einer unübersichtlichen Kurve, mitten auf der Fahrbahnauftauchen. Zum Glück sind wir nicht schnell unterwegs und das Auto verfügt über gute Bremsen.

Schafe in Irland
Foto: Irlandfoto.com


So werden die bunten, blökenden Smarties, die von ihren Besitzern mit unterschiedlichen Farbklecksen auf dem meist weißen, lockigen Fell markiert wurden, zur Attraktion unserer Rundfahrt durch den westlichen Teil Irlands.


In Kilkee, einem Fischerdorf wie aus dem Bilderbuch, haben wir ein Haus am Strand gemietet. Wir genießen die salzige frische Meeresbrise, die vom Atlantik herüberweht. Nur wenige wagen es, in dessen kalten Fluten zu baden. Wir tauchen lediglich unsere Zehen ins Meer, da die Temperaturen während der beiden Juliwochen niemals höher als 17 Grad klettern. Alles über 15 Grad dürfte in Irland einem Hitzerekord nahekommen, denn Mädchen mit gingerfarbigem Haar holen plötzlich Shirts mit Spaghettiträgern aus der Schublade und niemand, abgesehen von uns Touristen, wundert sich, wenn junge Männer mit dickem Norwegerpulli neben sommerlich gekleideten Sonnenanbeterinnen am Strand entlang spazieren.

Kilkee, Co. Clare
Kilkee, Co. ClareFoto: Irlandfoto.com

Vertraute heimatliche Klänge schallen uns bei unserem ersten Ausflug zum mittelalterlichen Bunratty Castle im County Clare entgegen, als wir einer Reisegruppe aus Wien begegnen. Während ihr deutschsprachiger Guide sie durch die Burg führt, fragen wir, ob wir uns anschließen dürfen.

Bunratty Castle
Bunratty Castle, Co. ClareFoto: Irlandfoto.com

Im angrenzenden Folk Park probieren wir das Nationalgericht Irish Stew, dessen Hauptingredienz, Schaffleisch, nur dem besten aller Väter mundet. Zur einschmeichelnden Musik von Norah Jones erblicken wir gleich hinter dem Schlossteich, der mit Schilf und Seerosen beinahe zugewachsen ist, unseren ersten Monkey Puzzle Tree, der wie ein groteskes Kunstwerk auf einer grünen Wiese seine stacheligen Arme von sich streckt.


Der schmale Klippenpfad bei den Cliffs of Moher verursacht am darauffolgenden Tag bei allen Schwindelgefühle. Die beeindruckendsten Steilklippen der grünen Insel ragen bis zu 214 m aus der vom Wind stark bewegten, rauen See empor. Die Schlagzeile, die mir in der gestrigen Sunday Tribune regelrecht ins Auge gesprungen ist, verstärkt mein mulmiges Gefühl. Der Körper eines Mannes wurde nur mit Socken bekleidet zwischen den vom Salzwasser umspülten Felsen unterhalb der Klippen bei Doolin entdeckt. Die Bergung des Toten ist aufgrund starker Böen und bewegter See nicht möglich.

Cliffs of Moher
Cliffs of Moher, Co. ClareFoto: Irlandfoto.com


Wir halten einander fest an den Händen und kehren bald um. Wir verinnerlichen das tosende Schauspiel der Wellenberge, die sich an den Felsen im Wasser brechen, und denken an den armen Ertrunkenen.


Autorenprofil:

Silvia Peiker – Ein edler Tropfen aus dem Jahrgang 1963, Fremdsprachensekretärin, Studium der Freizeitpädagogik. Tätig bin ich in der Bibliothek, wo ich für das Kleinkind- und Ferienprogramm zuständig bin. Meine Leidenschaft sind Bücher, Schreiben und die Natur. Ich bin Mutter von drei Kindern und lebe mit dem besten aller Väter, der jüngsten Tochter und zwei süßen Katzen in Wien.

Mehr Geschichten von Silvia findet Ihr hier: https://www.story.one/de/u/silvia-peiker-17522

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St. Patrick’s Day 2022

Dieses Jahr war eines der wenigen Jahre, an dem ich am St. Patrick’s Day frei hatte. Zumindest sofern dieser auf einen Wochentag fiel. Da die Paraden in den letzten beiden Jahren aus den uns bekannten Gründen ausfielen, wollte ich es heuer (nach 10 Jahren in Irland) doch endlich einmal schaffen, auf eine Parade zu gehen. In den letzten Jahren hatte ich entweder keine Zeit, musste arbeiten oder das Wetter war derartig schlecht, dass es keinen Spaß gemacht hätte.

Meine Wahl fiel auf Doolin. In Ennis war zwar auch eine Parade geplant, aber ich wollte es vermeiden, mich ohne Maske durch die Besucher zu quetschen, um ein paar Bilder zu machen. Auch wenn die Maskenpflicht beendet wurde, heißt das ja nicht, dass das Thema Corona vom Tisch ist und die wieder leicht ansteigenden Neuinfektionen mit einem Stand von ca. 4700 am 16.03.2022 in Irland stimmen auch nicht gerade positiv. Ferner hatte ich keine Lust, 1-2 Stunden mit einem Stück Stoff vor dem Gesicht herumzulaufen. Daher dachte ich, Doolin wäre eine gute Wahl was die Anzahl der Besucher angeht.

Die Parade sollte gegen 14 Uhr starten, daher machte ich mich gegen 12:30 Uhr auf Weg ins ca. 40 Kilometer entfernte Doolin. Als ich ankam, fuhr ich erst mal zum Hafen um zu sehen, ob sich schon die ersten Teilnehmer vorbereiten. Außer einem Boot der „Coast Guard“ das mit ein paar Dekorationen versehen war, war es ruhig am Hafen. Was mir jedoch Sorgen bereitete, waren die dunklen Wolken am Horizont die allmählich näher kamen und der aufkommende Wind. Bei der Abfahrt in Ennis war es noch warm und sonnig.

Da die offiziellen Parkplätze an der Fisherstreet, die sich gegenüber des bekannten rosafarbenen Sweather-Shops und Gus O’Connor’s Pub befanden, bereits belegt waren, parkte ich das Auto ca. 500 Meter weiter auf dem Grünstreifen an der Straße. In diesem Moment setzte auch der leichte Regen ein und ich dachte mir, diese Parade fällt wohl buchstäblich ins Wasser.

Allerdings war es noch eine gute Stunde, bis die Parade offiziell begann und in Irland kann sich das Wetter bekanntlich schnell ändern. So saß ich im Auto und hörte Musik, während der Regen auf die Frontscheibe tropfte.

Nach einer guten halben Stunde hörte der Regen tatsächlich auf und es zeigte sich allmählich ein blauer Himmel zwischen den grauen Wolken, die sich mehr und mehr auflösten. Bis 14 Uhr war das Wetter schon wieder so gut, dass ich mich an der Mauer neben dem Fußweg postierten konnte. Es wehte zwar noch ein relativ kühler Wind, aber zumindest das Licht war wieder besser und die Aussicht auf annehmbare Fotos stieg mit jeder Minute. Ich war sehr froh, nicht umsonst nach Doolin gefahren zu sein, denn wie mir meine Frau später erzählte, war das Wetter zu Hause in Ennis genial.

Als die ersten Teilnehmer der Parade näher kamen, war der Himmel größtenteils wieder blau und ich machte die ersten Fotos. Das Schauspiel war auch nach ca. 35 Minuten schon wieder vorbei, was mich nicht sonderlich wunderte, denn ich hatte keine große Parade in dem kleinen Fischerdorf mit seinen, ca. 500 Einwohnern erwartet. Jedoch hatten die Teilnehmer sichtlich Spaß daran und genossen die erste St. Patrick’s Parade nach 2 Jahren Coronabeschränkungen.

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Hier gibts das Video:

Doolin 2021

Um meine Urlaubswoche bestmöglich auszunutzen, hatte ich mir Gedanken gemacht, wo ich im County noch hinfahren könnte, um ans Meer zu kommen und natürlich auch ein paar Bilder zu machen. Meine Wahl fiel auf Doolin, dort war ich ohnehin schon lange nicht mehr gewesen.

Auf dem Weg nach Doolin über die R478 bot sich mir ein seltener Anblick: Der Besucherparkplatz der Cliffs of Moher war fast leer. Auch als ich in Doolin in die Fisher Street mit dem rosafarbenen Sweather Shop einbog, bot sich mir dasselbe Schauspiel. Wo man normalerweise erst lang einen Parkplatz suchen muss und Fußgänger in Scharen an der Straße entlanglaufen, sah ich nur freie Parkplätze und Straßen. Auch auf dem Parkplatz am Pier standen gerade mal ca. 5 Fahrzeuge. Und das bei diesem Traumwetter.

Der vor einigen Jahren neu gebaute Parkplatz sieht allerdings übel aus. Diverse heftige Stürme im letzten Jahr hatten tonnenweise Steine an Land gespült. Dieser Anblick lässt einen nur grob erahnen, welche Kraft diese Wassermassen wohl haben mussten, um die Felsbrocken über eine geschätzte Strecke von ca. 50 bis 100 Metern vom Meer bis auf den Parkplatz zu transportieren.

Nach den ersten Eindrücken machte ich einige Bilder von dem felsigen Ufer aus in Richtung Crab Island und parkte das Auto dann auf dem zweiten Parkplatz, der nördlich vom Pier liegt, um dann die weitere Küste in dieser Gegend zu erkunden. Vor ein paar Jahren hatte ich in der Nähe eine gute Stelle für Langzeitaufnahmen entdeckt. Leider fand ich diese nicht mehr. Ich werde wohl im Sommer nochmal genauer suchen. Zum Glück ist Doolin nur ca. 50 Minuten Fahrzeit von zu Hause entfernt.

Gegen 19 Uhr war ich wieder zu Hause und müde von der Seeluft sowie dem inzwischen ungewohnten Umherwandern auf dem zerklüfteten Boden. Bei diesem Gelände sollte man immer auf seine Schritte achten, um nicht umzuknicken oder in eine der vielen langen Spalten zu treten.

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Hier gibt’s das Video:

Foto-Reise durch County Clare – Teil 1

Im ersten Teil meiner virtuellen Reise nehme ich Euch mit, auf eine Tour zu meinen Lieblings-Fotospots durch den Norden bzw. Nordwesten Clares.

Inhalt

Der Poulnabrone-Dolmen
Wir starten unsere Reise am Poulnabrone-Dolmen. Dieser „Portal Tomb“ ist wahrscheinlich der bekannteste Fotospot nach den Cliffs of Moher in County Clare. Er liegt im Burren (einem ca. 250 km² großen Kalksteingebiet), an der R480, ca. 10km südlich von Ballyvaughan, einem kleinen Ort am südlichen Rand der Galway Bay. Der Dolmen wurde wahrscheinlich zwischen 3800 und 3200 v. Chr. erbaut und ist damit älter als die Pyramiden.


Ein großer Vorteil ist, dass man dort das ganze Jahr über diverse Fotos machen kann, denn man kann um ihn herumlaufen, d. h. wenn man dort einen Sonnenuntergang fotografieren möchte, muss man nicht auf eine bestimmte Zeit im Jahr warten. Das Einzige, das einem in die Quere kommen kann, ist das Wetter.

Poulnabrone Dolmen

Das Foto oben entstand im Juni 2018, meines Erachtens, eine der besten Zeiten für Sonnenuntergänge an diesem Ort.

Ein weiterer Vorteil ist, der Dolmen ist frei über einen kleinen Weg zugänglich, der von einem dort angelegten Parkplatz führt. Wenn nicht gerade ein Reisebus dort Pause macht, sind meist nur wenige Leute zu sehen und man kann in Ruhe warten, bis man ein Foto ohne Touristen darauf schießen kann.


Corcomroe Abbey
Ca. 9 Autominuten östlich von Ballyvaughan befindet sich der nächsten Fotospot im „Banner County“, wie der County Clare auch genannt wird. Die Corcomroe Abbey (irisch: Mainistir Chorca Mrua) wurde ca. 1195 gegründet und ist durch ihre Bauweise nicht nur an sonnigen Tagen ein interessantes Objekt.

Corcomroe Abbey, Co. Clare
Corcomroe Abbey, Co. Clare

Auf der linken Seit der Abbey befindet sich ein Hügel, von dem man auch schöne Bilder mit der dahinterliegenden Landschaft machen kann. Hochzeitsfotografen nutzen diesen Standpunkt ebenfalls gerne wegen der schönen Kulisse.

Siehe auch: Corcomroe Abbey


Black Head
Von der Corcomroe Abbey geht es zurück in Richtung Westen auf die R477, dort finden wir nach ca. 18km den Black Head Leuchtturm. Aufgrund seiner Höhe von 8 Metern und dem zum Meer hin stark abfallenden, für die Burren-Region typischen, Karstlandschaft ist er von der Straße aus leicht zu übersehen. Genau dieser, von langen tiefen Riefen und Spalten durchzogene Felsboden, macht die Bilder von diesem Leuchtturm so besonders und einzigartig.


Nachteil: Es gibt keinen richtigen Parkplatz in unmittelbarer Nähe, somit ist man darauf angewiesen, daß die kleine „Parkbucht“ die sich in Gegenüber der Treppe befindet, die zum Leuchtturm hinunterführt und gerade für 2 kleine Pkw’s Platz bietet, nicht gerade besetzt ist.


Fanore Beach
Wir bleiben auf der R477 und kommen nach ca. 4 km zum Fanore Beach. Ein Sandstrand mit Dünen und verschieden großen Felsen, die sich darauf verteilen und somit einen interessanten Vordergrund ergeben.

Ohne ein Hinweisschild an der Straße ist der Strand mit seinem, einige Meter abseits der Hauptstraße angelegten Parkplatz, leicht zu übersehen da er etwas unterhalb liegt und über eine kurze Treppe die nach unten führt, erreicht werden kann.


Doolin
Ca. 16 km südlich von Fanore Beach liegt das Fischerdorf Doolin. Der Ort mit seinen ca. 500 Einwohnern ist nicht nur in der irischen und internationalen Musikszene bekannt, sondern auch durch den Sweater-Shop mit seiner rosafarbenen Fassade der sich direkt an einer Kurve am Anfang der Fisher Street befindet, die zum ca. 1,5 km entfernten Doolin Pier führt. An der Fisher Street findet man auch den ältesten von den 3 Pubs die es in Doolin gibt: Gus O’Connor’s Pub.


Am Doolin Pier, der im Jahr 2015 für ca. 6 Millionen Euro umgebaut und mit einer neuen Anlegestelle sowie mehr Parkmöglichkeiten versehen wurde, starten die Fähren zu den Aran Inseln oder die Touristenboote, mit denen man die Cliffs of Moher von der Seeseite aus bestaunen kann. Wenn man ein paar hundert Meter rechts vom Pier an der schroffen, felsigen Küste entlang läuft und in Richtung Meer „klettert“ hat man, je nach Wetterlage und Uhrzeit, ein paar gute Motive.

Die ankommenden Wellen, die das Wasser hochpeitschen lassen und dann ein paar Sekunden später wieder, in kleinen Wasserfällen ins Meer zurückzufließen, sind ideal für Langzeitaufnahmen.


Auch der felsige Strand links vom Pier, an an dem man diverse unterschiedliche Gesteinsformationen vorfindet, hat seinen Reiz. Zwar möchte man an manchen Abschnitten definitiv nicht stolpern, aber wenn man sich achtsam in Richtung Wasser vorarbeitet, wird man mit einigen hübschen Motiven belohnt.

Mein Tip zum Fotografieren hier: Nach Möglichkeit die Kamera noch in der Tasche lassen bis man am Ziel ist, denn schnell tritt man in eine der kraterartigen, scharfen Vertiefungen und dann ist ein Sturz fast vorprogrammiert.


Doonagore Castle
Etwa 2 km Luftlinie, bzw. 5 Autominuten entfernt und auf einer Anhöhe, ca. 61 m über dem Meer liegt unser nächstes Motiv: Doonagore Castle.

Diese kleine, nur mit einem Turm und einer Mauer versehene Burg aus dem 16. Jahrhundert bietet speziell im April/Mai einen ideales Motiv wenn dahinter die Sonne untergeht. Da die schmale Straße, die an der Burg vorbeiführt, sehr abschüssig ist, kann man sich einige Meter weiter oben positionieren und hat so einen wunderbaren Ausblick auf die Küste und Doolin.

Hier gehts zu Teil 2

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