Irische Ruinen – Das Buch

Nach wochenlanger Arbeit ist nun endlich das Buch „Irische Ruinen“ im Handel erhältlich.

Erst war es nur als Kindle-Version geplant. Dann hatte ich mich doch entschlossen, das Buch auch als gedruckte Version zu veröffentlichen. Ein Vorteil der gedruckten Version: Es sind mehr Bilder im Buch.

Da die Seitenzahl des ursprünglichen Manuskripts zu gering war, musse ich noch ein paar Bilder hinzufügen, um die Mindestanzahl zu erreichen. Allerdings hatte ich nicht bedacht, das Seitenformat für die Druckversion umzustellen. Nach dem Umstellen des Formates stellte ich fest, die Seitenanzahl wäre doch ausreichend gewesen. Da es aber unsinnig gewesen wäre, die Bilder wieder zu reduzieren, hat die Druckversion nun etwas „Bonusmaterial“.

Folgende Ruinen sind auf 81 Seiten beschrieben und auf diversen Fotos gezeigt:

  • Clifden Castle, Co. Galway
  • Carey’s Castle, Co Waterford
  • Ballybunion Castle, Castle
  • Muckinisch Castle, Co. Clare
  • Rock of Dunamase, Co. Laois
  • Corcomroe Abbey, Co. Clare
  • Hore Abbey, Co. Tippearary
  • Clare Abbey, Co. Clare
  • Rathronan Church, Co. Tipperary
  • Quin Friary, Co. Clare
  • Kloster Kilmacduagh, Co. Galway

Die Kindleversoin gibt’s hier: https://www.amazon.de/dp/B0BCZK9ZZ9/

Die gebundene Version gibt’s hier:
Hardcover: https://www.amazon.de/dp/B0BD2NZ583/
Taschenbuch: https://www.amazon.de/dp/B0BCSBNPMS

Hier zwei Beispiele aus dem Manuskript:

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Corcomroe Abbey

Diese malerisch gelegene Zisterzienserabtei liegt im Burrengebiet im Co. Clare, etwa 9 Kilometer östlich von Ballyvaughan. Da die Angaben zur genauen Gründung variieren, kann diese nicht eindeutig benannt werden. Man geht aber von Ende des 12. Jahrhunderts aus, als Mönche aus der Abtei von Inislounaght im Co. Tipperary in diese Gegend kamen.

Die Steinmetzarbeiten, die in der Abtei zu sehen sind, gelten als die schönsten in einer Zisterzienserkirche in Irland.

In einer Niesche findet man auch das Grab von Conor O’Brien (oder Conor na Siudane Ua Briain), König von Thomond, das mit einem fast lebensgroßen Kalksteinbildnis versehen wurde. Conor O’Brien starb 1267 in einer Schlacht einer Schlacht im Wald von Siudan in der heutigen Gemeinde Drumcreehy.

Aufgrund der malerischen Lage wird die Abbey gerne von Hochzeitsfotografen genutzt.

Diese Ruine ist auch Teil meines neuesten Buches „Irische Ruinen“. Ab sofort bei Amazon erhältlich:

Irische Ruinen - Das Buch

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Carey’s Castle

Diese nette Ruine aus dem 18. Jahrhundert hatte ich im Juli 2017 durch Zufall bei Recherchen im Internet entdeckt und bei nächster Gelegenheit machte ich mich auf den Weg in das ca. 125 km entfernte Clonmel im County Tipperary. Die Burg selbst liegt jedoch im County Waterford in einem malerischen Waldgebiet in der Nähe des Glenary Rivers, einem Nebenfluss des Suir, ca. 8 Kilometer südlich von Clonmel.

Das Navi in meinem Handy führte mich damals zu einem Parkplatz an einer Nebenstraße der R671. Von dort aus ging es dann zu Fuß ca. 1,3 Kilometer weiter einen Wanderweg entlang durch einen Wald, bis ich an einer Lichtung die Mauern der Burg entdeckte.

Leider gibt es keine Fotos von der Rückseite der Burg, denn der hintere Bereich des Geländes wurde von einigen Leuten an diesem schönen Sommertag als Platz für deren Grillparty ausgewählt. Daher kamen bei meinen Aufnahmen auch schon mal Kinder oder Hunde ins Bild gelaufen.

Diese Ruine ist auch Teil meines neuesten Buches „Irische Ruinen“. Ab sofort bei Amazon erhältlich:

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Ausflug mit Duftnote

Nach wochenlangem Regenwetter endlich wieder ein warmer bzw. heißer Sommertag und auch noch ein Samstag. Ideal, um endlich wieder mit der Kamera loszuziehen. Da das Thermometer im Auto, als ich gegen 13:30 Uhr losfahre, 27 Grad anzeigt, will ich nicht zu weit fahren und entscheide mich für eine Tour durch das Burrengebiet.

Inhalt

  1. Corofin
  2. Durch den Burren
  3. Muckinish Castle
  4. The Burren Parfumery

Corofin

Mein erster Halt: Das ca. 13 Kilometer entfernte Corofin mit seinen knapp 800 Einwohnern. Wenn man durch diesen Ort fährt, hat man das Gefühl, er besteht nur aus einer Straße (der R476) an der sich alles abspielt.

Ein Blick auf die Landkarte im Internet bestätigt auch meine Vermutung, denn die beiden Abzweigungen, die man hier sieht, führen lediglich in kleine und modernere Wohnsiedlungen mit Häusern, deren Baustil sich deutlich von den alten irischen Gebäuden abhebt. Diverse Geschäfte, Pubs und auch die Tankstelle mit Kfz-Werkstatt liegen alle an der Hauptstraße.

Diese Straße ist auch an manchen Stellen gerade mal so breit, das bereits ein Reisebus, der durch den Ort fährt, einen kleinen Verkehrsstau verursachen kann. Auch die Wohnhäuser, die sich an der Hauptstraße befinden, haben ihren eigenen Charme. Da die Hauptstraße nicht durchgehend mit einem Gehweg ausgestattet ist, sollte man in diesem Teil des Ortes eher vorsichtig sein, wenn man sein Haus verlässt.


Durch den Burren

Nach ca. 7 Kilometern nehme ich beim Leamaneh Castle die Abzweigung auf die R480 in Richtung Ballyvaughan, welches am Südufer der Galway Bay liegt. Auch wenn ich in den letzten Jahren unzählige Male durch diese Landschaft gefahren bin, fasziniert sie mich doch immer wieder. Anfangs wird das Landschaftsbild noch von saftigem Grün beherrscht, welches nach einigen Kilometern immer weniger wird und Stück für Stück von seiner faszinierenden, für den Burren typischen Karstlandschaft preisgibt.

Etwa in der Mitte zwischen Lehmaneh Castle und Ballyvaughan befindet sich der wohl bekannteste Dolmen Irland, der Poulnabrone Dolmen (mehr dazu hier). Ein paar Kilometer weiter nördlich findet man jedoch ein weiteres, aber eher unbekanntes, kleineres Keilgrab. Das Gleninsheen Wedge Tomb. Dieses wird auf ca. 2500 v. Chr. datiert und liegt nicht weit entfernt vom Straßenrand hinter einer Steinmauer.

Etwa 1,5 Kilometer weiter wird die Straße abschüssig und gibt den Blick auf das weitere Burrengebiet frei. Von hier aus sieht man bereits die Galway Bay. An einem Aussichtspunkt mache ich kurz Halt, vertrete mir die Beine und genieße den herrlichen Ausblick.

Als ich die N67 erreiche, entscheide ich mich dazu, einen kurzen Abstecher zum Corkscrew Hill Aussichtspunkt zu machen. Von diesem Aussichtspunkt an der N67, der ca. 206 Meter erhöht liegt, hat man ebenfalls eine schöne Aussicht auf die darunterliegende Straße, die fast wie ein Alpenpass über nach unten führt, sowie auf die Galway Bay.


Muckinish Castle

Vom Corkscrew Hill Aussichtspunkt fahre ich nun wieder zurück in Richtung Norden und erreiche nach 15 Minuten das Muckinish Castle. Diese Burgruine aus dem 15. Jahrhundert steht an einem Strand am Anfang einer kleinen Halbinsel bei Muckinish West und hat eine Höhe von ca. 17 Metern.

Dort mache ich kurz Rast und überlege mir, welche Route ich für den Heimweg nehme. Anstelle am Meer entlang zu fahren, entscheide ich mich für die ursprüngliche Strecke über die R480, denn mir fällt ein Ort ein, den ich schon länger mal wieder besuchen wollte.

Diese Ruine ist auch Teil meines neuesten Buches „Irische Ruinen“. Ab sofort bei Amazon erhältlich:

Irische Ruinen - Das Buch

The Burren Parfumery

Die letzte Station an diesem Tag führt mich durch schmale Straßen in das Hochland des Burren. Inmitten des Kalksteingebietes, ca. 2,5 Kilometer östlich des Dorfes Carran, befindet sich die Burren Parfumery.


Dort wird neben erlesenen Seifen, Bodylotions und Parfum aus eigener Herstellung auch etwas für das leibliche Wohl geboten. In den „Tea Rooms“ bekommt man neben Kräutertees aus dem eigenen Garten auch Kaffee und diverses Gebäck sowie Käse aus der Region, hausgemachte Suppen und mehr.


An einem schönen Tag wie diesem kann man durch den 1999 angelegten Kräutergarten spazieren und sich an einem der abgelegenen Bereiche ausruhen und sich erholen.

Mehr Informationen dazu unter: https://burrenperfumery.com/

Bei angenehmen 23 Grad geht es nun wieder zurück in Richtung Heimat und ich freue mich auf ein frisches T-Shirt und das Abendessen auf der Terrasse.

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Buch Nr. 3

Nun ging es doch schneller als geplant – ab sofort ist ein weiteres Buch im Handel.

Bei einigen Online-Buchhandlungen fehlt noch das Coverbild, bei Amazon ist es offiziell noch nicht bestellbar usw., aber bei den ersten Shops ist es schon mit Cover verfügbar. So z. B. bei BOD (dort gibt es auch einen Blick ins Buch).

Klick auf das Bild um die Shopseite zu öffnen:


Im Teil 2 von Leben und Fotografieren in Irland geht es neben Kurzgeschichten aus dem Blog zum Fotografieren in Irland auch um unseren vierbeinigen Familienzuwachs „Gandalf“, den Greyhound, den wir im Januar adoptiert hatten.

Wer Hunde, Fotografie oder Irland mag, ist hier bestens beraten. Für diejenigen, die es sich in einer Buchhandlung vor Ort bestellen möchten, hier die ISBN-Nr.:

ISBN-13: 9783710806957

Das Coverbild wurde übrigens (wie auch das vom ersten Teil) in Doolin, Co. Clare aufgenommen.

Coverbild "Leben und Fotografieren in Irland (2)" Doolin Co. Clare

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Viele bunte Smarties

Ein Gastbeitrag von Silvia Peiker (mehr dazu im Autorenprofil)

Achtung, da ist schon wieder ein Smartie!“ rufen unsere Kinder vom Rücksitz des Leihwagens, der sich auf der engen, kurvigen Küstenstraße des Rings of Kerry hochkämpft. Wir genießen die herrliche Aussicht auf die Küste von Kenmare und bestaunen die vielen bunt gepunkteten Schafe, die leider nicht nur auf den grünen, eingezäunten Weiden grasen, sondern manchmal, verborgen hinter einer unübersichtlichen Kurve, mitten auf der Fahrbahnauftauchen. Zum Glück sind wir nicht schnell unterwegs und das Auto verfügt über gute Bremsen.

Schafe in Irland
Foto: Irlandfoto.com


So werden die bunten, blökenden Smarties, die von ihren Besitzern mit unterschiedlichen Farbklecksen auf dem meist weißen, lockigen Fell markiert wurden, zur Attraktion unserer Rundfahrt durch den westlichen Teil Irlands.


In Kilkee, einem Fischerdorf wie aus dem Bilderbuch, haben wir ein Haus am Strand gemietet. Wir genießen die salzige frische Meeresbrise, die vom Atlantik herüberweht. Nur wenige wagen es, in dessen kalten Fluten zu baden. Wir tauchen lediglich unsere Zehen ins Meer, da die Temperaturen während der beiden Juliwochen niemals höher als 17 Grad klettern. Alles über 15 Grad dürfte in Irland einem Hitzerekord nahekommen, denn Mädchen mit gingerfarbigem Haar holen plötzlich Shirts mit Spaghettiträgern aus der Schublade und niemand, abgesehen von uns Touristen, wundert sich, wenn junge Männer mit dickem Norwegerpulli neben sommerlich gekleideten Sonnenanbeterinnen am Strand entlang spazieren.

Kilkee, Co. Clare
Kilkee, Co. ClareFoto: Irlandfoto.com

Vertraute heimatliche Klänge schallen uns bei unserem ersten Ausflug zum mittelalterlichen Bunratty Castle im County Clare entgegen, als wir einer Reisegruppe aus Wien begegnen. Während ihr deutschsprachiger Guide sie durch die Burg führt, fragen wir, ob wir uns anschließen dürfen.

Bunratty Castle
Bunratty Castle, Co. ClareFoto: Irlandfoto.com

Im angrenzenden Folk Park probieren wir das Nationalgericht Irish Stew, dessen Hauptingredienz, Schaffleisch, nur dem besten aller Väter mundet. Zur einschmeichelnden Musik von Norah Jones erblicken wir gleich hinter dem Schlossteich, der mit Schilf und Seerosen beinahe zugewachsen ist, unseren ersten Monkey Puzzle Tree, der wie ein groteskes Kunstwerk auf einer grünen Wiese seine stacheligen Arme von sich streckt.


Der schmale Klippenpfad bei den Cliffs of Moher verursacht am darauffolgenden Tag bei allen Schwindelgefühle. Die beeindruckendsten Steilklippen der grünen Insel ragen bis zu 214 m aus der vom Wind stark bewegten, rauen See empor. Die Schlagzeile, die mir in der gestrigen Sunday Tribune regelrecht ins Auge gesprungen ist, verstärkt mein mulmiges Gefühl. Der Körper eines Mannes wurde nur mit Socken bekleidet zwischen den vom Salzwasser umspülten Felsen unterhalb der Klippen bei Doolin entdeckt. Die Bergung des Toten ist aufgrund starker Böen und bewegter See nicht möglich.

Cliffs of Moher
Cliffs of Moher, Co. ClareFoto: Irlandfoto.com


Wir halten einander fest an den Händen und kehren bald um. Wir verinnerlichen das tosende Schauspiel der Wellenberge, die sich an den Felsen im Wasser brechen, und denken an den armen Ertrunkenen.


Autorenprofil:

Silvia Peiker – Ein edler Tropfen aus dem Jahrgang 1963, Fremdsprachensekretärin, Studium der Freizeitpädagogik. Tätig bin ich in der Bibliothek, wo ich für das Kleinkind- und Ferienprogramm zuständig bin. Meine Leidenschaft sind Bücher, Schreiben und die Natur. Ich bin Mutter von drei Kindern und lebe mit dem besten aller Väter, der jüngsten Tochter und zwei süßen Katzen in Wien.

Mehr Geschichten von Silvia findet Ihr hier: https://www.story.one/de/u/silvia-peiker-17522

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