Ausflug mit Duftnote

Nach wochenlangem Regenwetter endlich wieder ein warmer bzw. heißer Sommertag und auch noch ein Samstag. Ideal, um endlich wieder mit der Kamera loszuziehen. Da das Thermometer im Auto, als ich gegen 13:30 Uhr losfahre, 27 Grad anzeigt, will ich nicht zu weit fahren und entscheide mich für eine Tour durch das Burrengebiet.

Inhalt

  1. Corofin
  2. Durch den Burren
  3. Muckinish Castle
  4. The Burren Parfumery

Corofin

Mein erster Halt: Das ca. 13 Kilometer entfernte Corofin mit seinen knapp 800 Einwohnern. Wenn man durch diesen Ort fährt, hat man das Gefühl, er besteht nur aus einer Straße (der R476) an der sich alles abspielt.

Ein Blick auf die Landkarte im Internet bestätigt auch meine Vermutung, denn die beiden Abzweigungen, die man hier sieht, führen lediglich in kleine und modernere Wohnsiedlungen mit Häusern, deren Baustil sich deutlich von den alten irischen Gebäuden abhebt. Diverse Geschäfte, Pubs und auch die Tankstelle mit Kfz-Werkstatt liegen alle an der Hauptstraße.

Diese Straße ist auch an manchen Stellen gerade mal so breit, das bereits ein Reisebus, der durch den Ort fährt, einen kleinen Verkehrsstau verursachen kann. Auch die Wohnhäuser, die sich an der Hauptstraße befinden, haben ihren eigenen Charme. Da die Hauptstraße nicht durchgehend mit einem Gehweg ausgestattet ist, sollte man in diesem Teil des Ortes eher vorsichtig sein, wenn man sein Haus verlässt.


Durch den Burren

Nach ca. 7 Kilometern nehme ich beim Leamaneh Castle die Abzweigung auf die R480 in Richtung Ballyvaughan, welches am Südufer der Galway Bay liegt. Auch wenn ich in den letzten Jahren unzählige Male durch diese Landschaft gefahren bin, fasziniert sie mich doch immer wieder. Anfangs wird das Landschaftsbild noch von saftigem Grün beherrscht, welches nach einigen Kilometern immer weniger wird und Stück für Stück von seiner faszinierenden, für den Burren typischen Karstlandschaft preisgibt.

Etwa in der Mitte zwischen Lehmaneh Castle und Ballyvaughan befindet sich der wohl bekannteste Dolmen Irland, der Poulnabrone Dolmen (mehr dazu hier). Ein paar Kilometer weiter nördlich findet man jedoch ein weiteres, aber eher unbekanntes, kleineres Keilgrab. Das Gleninsheen Wedge Tomb. Dieses wird auf ca. 2500 v. Chr. datiert und liegt nicht weit entfernt vom Straßenrand hinter einer Steinmauer.

Etwa 1,5 Kilometer weiter wird die Straße abschüssig und gibt den Blick auf das weitere Burrengebiet frei. Von hier aus sieht man bereits die Galway Bay. An einem Aussichtspunkt mache ich kurz Halt, vertrete mir die Beine und genieße den herrlichen Ausblick.

Als ich die N67 erreiche, entscheide ich mich dazu, einen kurzen Abstecher zum Corkscrew Hill Aussichtspunkt zu machen. Von diesem Aussichtspunkt an der N67, der ca. 206 Meter erhöht liegt, hat man ebenfalls eine schöne Aussicht auf die darunterliegende Straße, die fast wie ein Alpenpass über nach unten führt, sowie auf die Galway Bay.


Muckinish Castle

Vom Corkscrew Hill Aussichtspunkt fahre ich nun wieder zurück in Richtung Norden und erreiche nach 15 Minuten das Muckinish Castle. Diese Burgruine aus dem 15. Jahrhundert steht an einem Strand am Anfang einer kleinen Halbinsel bei Muckinish West und hat eine Höhe von ca. 17 Metern.

Dort mache ich kurz Rast und überlege mir, welche Route ich für den Heimweg nehme. Anstelle am Meer entlang zu fahren, entscheide ich mich für die ursprüngliche Strecke über die R480, denn mir fällt ein Ort ein, den ich schon länger mal wieder besuchen wollte.

Diese Ruine ist auch Teil meines neuesten Buches „Irische Ruinen“. Ab sofort bei Amazon erhältlich:

Irische Ruinen - Das Buch

The Burren Parfumery

Die letzte Station an diesem Tag führt mich durch schmale Straßen in das Hochland des Burren. Inmitten des Kalksteingebietes, ca. 2,5 Kilometer östlich des Dorfes Carran, befindet sich die Burren Parfumery.


Dort wird neben erlesenen Seifen, Bodylotions und Parfum aus eigener Herstellung auch etwas für das leibliche Wohl geboten. In den „Tea Rooms“ bekommt man neben Kräutertees aus dem eigenen Garten auch Kaffee und diverses Gebäck sowie Käse aus der Region, hausgemachte Suppen und mehr.


An einem schönen Tag wie diesem kann man durch den 1999 angelegten Kräutergarten spazieren und sich an einem der abgelegenen Bereiche ausruhen und sich erholen.

Mehr Informationen dazu unter: https://burrenperfumery.com/

Bei angenehmen 23 Grad geht es nun wieder zurück in Richtung Heimat und ich freue mich auf ein frisches T-Shirt und das Abendessen auf der Terrasse.

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Die neue Futterstation

Seit Wochen schon ist das Wetter nass und kalt, aber was will man vom Dezember oder Januar groß erwarten. Wenigstens haben wir in den Wintermonaten keine extreme Kälte oder gar Glatteis und auch Schnee ist hier auf der Insel eher selten (siehe auch: Irland und das Wetter). So ist es auch kein Wunder, dass die ersten Fotos im neuen Jahr nicht irgendwo am Meer oder bei einer historischen Ruine entstanden sind, sonder im heimischen Garten.

Als meine Frau und ich gestern zum Zooladen gefahren sind, um Hundefutter und Leckerlis für unsere Fellnase zu kaufen, entdeckten wie ein tolles Vogelhäuschen aus Holz, das fast wie ein Wikinger-Haus aussah. Da ich allerdings nicht 150€ für ein Vogelhaus ausgebe, war das Thema nach dem Blick auf das Preisschild wieder erledigt.

Im Regal daneben entdeckte ich jedoch einen Stapel mit schmalen, aber langen Kartons, auf denen eine interessante Futterstation abgebildet war. Diese wollte ich mir doch näher ansehen. Ich schnappte mir also eine der Pappschachteln und las die Beschreibung durch. Die Futterstation bestand aus 3 Metallstangen, die man ineinanderstecken konnte, einige Haken für Meisenknödelhalter und je einen für eine Futter- und Wasserschüssel. Im Karton waren bereits die beide Schalen für Futter und Wasser enthalten. Das Ganze kostete ca. 24€ sah auch noch nett aus. Meisenknödelhalter hatten wir ohnehin zu Hause, daher wurde das Teil mitgenommen.

Zu Hause machte ich mich gleich an den Aufbau, der in ein paar Minuten erledigt war und steckte das Gebilde ins weiche Gras. Nun mussten nur noch die Halter für die Meisenknödel und den Futterspender eingehängt sowie die Wasser- und Futterschüssel aufgefüllt werden und fertig war der neue Spielplatz für unsere gefiederten Besucher.

Nach dem Aufbau schnappte ich mir meine Kamera mit dem Tamron 150-600 mm-Objektiv sowie das Stativ und postierte mich hinter der Terrassentüre, denn die ersten Vögel hatten schon das neue Gebilde im Garten inspiziert. Es dauerte auch nicht lange, bis sich die Meisen, Rotkehlchen, Stare usw. trauten, sich darauf zu setzen.

SIGMA 105 mm F2.8

Ich spielte schon lange mit dem Gedanken, mir ein Makro-Objektiv zuzulegen. Nach einigen Recherchen bezüglich Qualität und Preis wurde der Plan nun letzte Woche in die Tat umgesetzt und ich bestellte mir das Sigma 105 mm F2,8 EX Makro DG OS HSM.

Schon beim Auspacken war ich positiv überrascht. Das Objektiv wurde in einer eigenen Objektivtasche mit Tragegurt geliefert. Dazu lagen noch zwei Gegenlichtblenden im Karton. Eine für die Verwendung an Vollformatkameras und eine weitere, die mit der ersten zusammengeschraubt werden kann und so auch für APS-C-Kameras geeignet ist.

Das Objektiv hat einen dreistufigen Schalter, um den Fokusbereich zu begrenzen. Die Stufen sind:

  • 0,312 m – 0,45 m
  • 0,45 m – unendlich
  • Full

Ferner verfügt es über einen Schalter für das Umschalten von Autofokus auf manuellen Fokus und einen weiteren dreistufigen Schalter für die Bildstabilisierung mit den folgenden Stufen:

  • Aus
  • Stufe 1 – Hier werden horizontale und vertikale Bewegungen stabilisiert
  • Stufe 2 – Hier werden nur vertikale Bewegungen stabilisiert (z. B. für Mitzieher, fahrende Autos, etc.)

Die weiteren Bezeichnungen des Objektives kurz erklärt:

EX = SIGMAs professionelle Festbrennweiten und lichtstarke Zoomobjektive, deren größte Blende über den gesamten Zoombereich konstant beibehalten wird. (Quelle: SIGMA (Deutschland) GmbH)

DG = Objektive für die Verwendung an Vollformatkameras

OS = Optical stabilisation (also der Bildstabilisator)

HSM = Hyper Sonic Motor. Dieser Motor wurde von SIGMA entwickelt und verwendet Ultraschallwellen, um den Autofokus anzutreiben. Das hat den Vorteil, dass Filmaufnahmen nicht durch das störende Geräusch des Fokusantriebs gestört werden. Durch ein hohes Drehmoment ist der Autofokus auch relativ schnell. Der Fokus lässt sich auch bei eingeschaltetem Autofokus noch manuell mittels Fokusring einstellen.

Ein weiterer Vorteil ist: Das Objektiv hat eine Innenfokussierung. Somit ändert sich der Abstand zum Objekt nicht beim Fokussieren und es kann auch kein Staub oder Dreck in den Schneckengang eindringen.

Nun ging es erst mal in den Garten, um das Objektiv auf der Nikon D750 zu testen. Neben der Schnauze unseres Hundes, der sich auf der Terrasse ausruhte, waren die neu gewachsenen kleinen Erdbeeren, eine frische Blume im Blumenkasten sowie eine der Sonnenblumen vor dem Haus ideale Testobjekte, da sie sich nicht bewegten.


Nach ein wenig Übung machte ich mich etwas später daran, mir Objekte aus der Tierwelt zu suchen.

Das Sigma 105 mm eignet sich aber auch gut als Portrait-Objektiv, denn die Schärfe ist genial. Sobald das Wetter dies zulässt, werde ich auch eine Tour durch die Stadt sowie Landschaftsaufnahmen machen. Nur mit einer 105 mm Festbrennweite unterwegs wird das sicher eine interessante Herausforderung.

Mein Fazit nach den ersten Bildern:

Mit einem Gewicht von ca. 730 g nicht gerade ein Leichtgewicht. Die Verarbeitung ist sehr gut, das Objektiv fühlt sich auch dementsprechend hochwertig an und es macht Freude, damit zu fotografieren. An der Abbildungsleistung gibt es aktuell aus meiner Sicht nichts auszusetzen. Mit einem Preis von ca. 400 € ist dieses Objektiv, das bereits seit 2012 auf dem Markt ist, absolut empfehlenswert. Vor allem wenn man bedenkt, dass sich entsprechende Modelle von Nikon oder Canon eher in Preissegmenten um die 1000 € bewegen.

Update vom 26.09.2021

Mittlerweile habe ich das Objektiv auch in der Stadt sowie mit Landschaftsaufnahmen testen können und auch hier liefert es, wie erwartet, super Ergebnisse.

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Unser Gemüsebeet

Meine Frau hatte sich schon lange ein eigenes Gemüsebeet gewünscht. In diesem Jahr wurde diese Idee dann realisiert oder besser gesagt, ich wurde vor „vollendete Tatsachen“ gestellt. Als Mitte Februar plötzlich der LKW unseres örtlichen Heimwerkermarktes vor unserem Haus parkte und 12 Säcke Kompost sowie 5 lange Holzbalken zu je 2,40 Metern Länge in unserer Einfahrt ablud, war mir klar: Ich komme aus der Sache wohl nicht mehr raus. Und gerade ich, der mit Garten, Beete anlegen usw. definitiv nichts am Hut hat.

Aber das Zeug lag nun mal da und wollte natürlich auch verarbeitet werden. Also schleppte ich erstmal die Balken hinter das Haus auf unsere Terrasse. Bei den Kompostsäcken hatte ich jeweils 3 davon auf unseren Rasenmäher gestapelt und nach hinten gebracht um nicht jeden einzeln durch die Gegend schleppen zu müssen, denn genau in dem Moment als ich mit dieser Arbeit begonnen hatte, fing es leicht zu regnen an. Eine Pause war keine Option, denn ich wollte die Säcke aus der Einfahrt haben.

An einem Samstag Ende Februar war das Wetter entsprechend sonnig und trocken, also machte ich mich an die Arbeit. Erstmal musste ein kleiner Graben für die erste Lage der Balken mittels Spitzhacke und Spaten gezogen werden. Einer der Balken wurde in zwei Teile gesägt, um als Wand für die kurze Seite der Umrandung zu dienen. Zum Glück hatte unser Nachbar eine kleine Kettensäge, somit war das schnell erledigt.

Als die ersten Balken dann so lagen, wie es von meiner Frau geplant war, kam die zweite Lage darauf und wurde mit kleinen Metallplatten, Winkeln und Schrauben entsprechend fixiert. Anschließend wurde der Rest vom Rasen innerhalb des neuen Beetes etwas umgegraben und mit dem Kompost befüllt. Aufgrund der Ausmaße des Beetes war hinterher leider noch sehr viel Platz.

Um das Beet vollständig aufzufüllen, wurden im März weitere 21 Säcke Kompost bestellt. Diese kamen dann auch einige Tage später auf einer Palette. Nun ging das Spielchen wieder los. Diesmal diente mir eine Art „Tonne mit Rädern“, die wir im Sonderangebot im Supermarkt gekauft hatten, als Transportfahrzeug. So konnte ich auch wieder je 3 Säcke auf einmal nach hinten karren, während meine Frau bereits anfing, diese in das Beet zu leeren.

Nun wurden die ersten Pflanzen eingesetzt und andere in einem der beiden Gewächshäuser vorgezogen. Dies überließ ich dann gerne wieder meiner Frau und kümmerte mich lieber um die Dokumentation des Projektes „Gemüsebeet“ mittels Kamera.

Unser aktuell gepflanztes Gemüse:

  • Tomaten
  • Kartoffeln
  • Radieschen
  • Kohlrabi
  • Salat
  • Bohnen
  • Erbsen
  • Spinat
  • Knoblauch
  • Zwiebeln
  • Pastinaken (Petersilienwurzeln)
  • Rosenkohl
  • Gurken
  • Zucchini
  • Karotten
  • Paprika

Inzwischen haben wir eine nette Vogelscheuche im Beet stehen und bei unserem letzten Besuch im Gartencenter habe ich auch eine Vogeltränke gefunden. Ich hoffe, dass die Vögel diese im Sommer auch benutzen und mir ein paar nette Fotos bescheren, wenn ich mich mit dem großen Objektiv auf die Lauer lege.

Update nach ca. 2 Wochen: Die ersten Blätter lassen sich schon blicken.

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Ein Nachmittag im Garten

Meine Frau und ich hatten den sonnigen Samstag gestern dazu genutzt, unseren Garten etwas auf Vordermann zu bringen. Auch Fionn genoss das schöne Wetter und hatte nur Blödsinn in seinem Plüschkopf.

Reiten auf dem Steinschaf. Ich suche ihm jetzt einen kleinen Cowboyhut. 😉

Fionn auf dem Steinschaf

„Versteckspielen“ hinter der durchsichtigen Folie des neuen Gewächshauses… war dann doch weniger sinnvoll.

Fionn im Gewächshaus

Auch die Holzumrandung für unser neu angelegtes Beet, die ich letzte Woche gebaut habe, musste natürlich inspiziert werden. Jetzt muss nur noch Erde rein.

Fionn im Garten

Der Frühling und der Sommer liegen zum Glück noch vor uns, mal sehen, was wir noch alles mit ihm erleben.

Mehr Geschichten von Fionn gibts hier: Fionn, das Landschaftsfotoschaf

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„Landschaftsfotoschaf“

In der Regel habe ich ja mit Gartengestaltung und Blumen nicht viel am Hut, aber nachdem mein Frau unbedingt ein paar neue Pflanzen für den Garten und die beiden Blumentöpfe vor der Haustüre wollte, fasste ich mir doch ein Herz und machte mich „ausgehfertig“ (Jogginghose aus, Jeans und Straßenschuhe an).


Die Gärtnerei ist nur ca. 5 Autominuten entfernt und gehört zu den wenigen Geschäften, die während dem irischen „Lockdown“ in Zeiten von Corona inzwischen wieder geöffnet hatten.


Dort angekommen, machte sich meine bessere Hälfte gleich freudestrahlend daran, die verschiedenen Blumen und sonstigen Pflanzen zu inspizieren. Meine Begeisterung hielt sich wie üblich in Grenzen, denn ich kann diesem Thema nicht viel abgewinnen. Aber ich war nun mal hier und schlenderte so durch den Außenbereich der Gärtnerei, denn meine ehrenvolle Aufgabe bestand darin, mit dem überdimensionierten Einkaufswagen, der groß genug war, einige große Blumentöpfe zu transportieren, hinter meiner Frau herzufahren und die akribisch ausgesuchten Pflanzen auf diesen zu laden.


Als wir am Ende eines langen Ganges angekommen waren, sah ich auf dem Tisch neben einer großen steinernen Buddha-Figur doch noch etwas, das meine Aufmerksamkeit auf sich lenkte… Ein ca. 30 cm hohes Schaf aus Terrakotta und genau dieses hatte es mir auf Anhieb angetan.

Da leider kein Preis angegeben war, luden wir erstmal das ein, was benötigt war und begaben uns zur Kasse. Dort fragten wir die Verkäuferin nach dem Preis für das steinerne Tier und bei 20€ war auch meiner Frau klar: Das Schaf kommt mit nach Hause.


Jetzt verschönert das „Landschaftsfotoschaf“ unserem Vorgarten.