Das zweite Buch

„Fotogeschichten aus Irland“ lautet der Titel meines zweiten Buches, das nun schneller als erwartet im Handel angekommen ist. Hier sind weitere Geschichten aus dem Blog in gedruckter Form verewigt. Es wird zwar noch ein paar Tage dauern, bis die Daten bei den entsprechenden Händlern up-to-date sind, aber bei den ersten ist es schon drin.


Trotzdem interessant, wie unterschiedlich das Ganze doch ist. Es hat z. B. bis heute gedauert, bis man beim Online-Händler Lehmanns das Foto dazu gesehen hat. Dafür war genau dieser Shop einer mit den kürzesten Versandzeiten.

Egal, mittlerweile gibt es eine ISBN fürs zweite Buch und es ist z. B. bei einem der bekanntesten Online-Shops für Bücher gelistet:

https://www.hugendubel.de/de/buch_gebunden/markus_helfferich-fotogeschichten_aus_irland_life_is_a_story_story_one-40989202-produkt-details.html

Die ISBN vom zweiten Buch lautet: 9783990874820 – Damit sollten auch andere Händler das Buch bei Bedarf bestellen können.

Bei BoD gibt es eine Leseprobe:
https://www.bod.de/booksample?json=http://www.bod.de/getjson.php%3Fobjk_id%3D3435225%26hash%3D8ab7eab08887fc4a36aa4fe922db5d34

Screenshot der Leseprobe

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Meine Top 10 Fotolocations in Irland

Wer zum ersten Mal eine Reise nach Irland plant, ist wahrscheinlich überwältigt von den vielen Möglichkeiten und Locations auf dieser schönen Insel, auf der man ja fast an jeder Ecke ein geeignetes Motiv für ein nettes Reisefoto findet. In den letzten Jahren hatte ich neben kurzen Tagesausflügen zu diversen Spots, die Gelegenheit, den Wild Atlantic Way von Cork bis Nordirland abzufahren und habe hier mal meine persönlichen Favoriten aus diesen Jahren zusammengestellt.

Inhalt

10. Rock of Dunamase

Der Rock of Dunamase (irisch: Dún Masc) liegt nahe der (N 80) östlich der Stadt „Port Laois“ auf einem ca. 150 m hohen Hügel im County Laois. Die Grafschaft Laois verdankt seinen Namen dem König von Leinster Laois Ceann Mór. Von diesem Hügel kann man bis in die Slieve Bloom Mountains blicken.


9. Clonmacnoise

Diese wunderschöne Klosterruine, deren Geschichte bis ins 6. Jahrhundert zurückreicht, liegt im County Offaly, am Fluss Shannon und ist heute eine der meistbesuchten touristischen Attraktionen Irlands. Seit 1877 ist Clonmacnoise ein National-Monument.


8. Mizen Head

Die Mizen-Halbinsel im County Cork ist die südlichste der vier südwestlichen Halbinseln Irlands und die Südwestspitze Irlands. Sie bietet mit ihren hohen, rauen Klippen sehr schöne Motive, die auch bei schlechterem Wetter ihren eigenen Reiz haben. Über eine Brücke gelangt man zum Leuchtturm und zum Mizen Head Visitor Centre das fast an der Spitze der Halbinsel liegt.


7. Fanad Head

Fanad ist eine Halbinsel im Norden der Republik Irland im County Donegal. Diese befindet sich zwischen Lough Swilly und Mulroy Bay. An deren Spitze liegt der Fanad Head mit seinem malerisch gelegenem Leuchtturm, der 1814 gebaut wurde, nachdem 1812 die Fregatte „Saldana“ am Fanad Point (dem heutigen Fanad Head) zerschellt war.
Allein die Fahrt entlang der östlichen Küste, über die R268 ist traumhaft und lädt einen alle paar Kilometer dazu ein, für ein Foto anzuhalten. Daher meine Empfehlung für jeden, der diese Route plant: Genug Zeit für kurze Pausen einplanen!


6. Cliffs of Moher

Wer kennt sie nicht, die berühmten Cliffs of Moher? Zwischen den Orten Liscannor und Doolin im County Clare gelegen, erreichen diese Steilklippen am O’Brien’s Tower eine Höhe von bis zu 214 m.

Die ideale Zeit für Fotos von Sonnenuntergängen ist Januar/Februar.
Im Juni 2013 wurde der ca. 20 km lange „Cliffs Coastal Walk“ eröffnet. Dieser Trampelpfad führt nur einige Meter vom Rand der Klippen entfernt und teilweise unbefestigt, von Doolin nach Liscannor und bietet an einigen Stellen atemberaubende Aussichten.

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5. Wicklow Mountains

Die Wicklow Mountains (irisch: Sléibhte Chill Mhantáin), der Gebirgszug im Osten Irlands, der sich vom Süden Dublins bis in den County Wexford erstreckt, muss hier aufgrund seiner Vielfalt von Möglichkeiten und Motiven ebenfalls genannt werden.
Hier befindet sich z. B. der berühmteste und, mit 121 Metern, größte Wasserfall Irlands. Der Powerscourt Wasserfall, der auch von Hollywood gern als Kulisse benutzt wird. Er ist unter anderem in den Filmen „Excalibur“ und „Der Graf von Monte Christo“ zu sehen.

Ein weiterer Fotospot im Herzen der Wicklow Mountains ist der 48 Hektar große Lough Tay (auch auch Guinness Lake genannt).
Die Familie Guinness ließ den weißen Sand des Sees importieren, um ihm ein unverwechselbares Aussehen zu verleihen.


4. Inishmore

Die größte der 3 Aran-Inseln, im Westen Irlands, in der Galway-Bay gelegen, ist ein ideales Ausflugsziel mit vielen Sehenswürdigkeiten und malerischen Motiven. Idealerweise bleibt man über Nacht in einem der netten und gastfreundlichen B&B’s, die es auf der Insel gibt, so hat man genügend Zeit, diese zu erkunden. Auch wenn die Insel nur 14 km lang und 3 km breit ist, hat man Mühe alles Sehenswerte zu besuchen. Dort gibt es, neben der wohl berühmtesten Touristenattraktion, dem prähistorischen Steinfort „Dun Aengus“ (zu dem es hier auch einen eigenen Blog gibt), noch vieles mehr zu entdecken.

Zur richtigen Zeit und sofern das Wetter mitspielt, kann man hier wunderschöne Sonnenaufgänge fotografieren. Wie z. B. hier im Mai 2018, morgens um 4:30 Uhr am Fischerhafen von Kilronan.


3. Glendalough

In Glendalough, einem Tal in den Wicklow Mountains, liegt die wohl bekannteste Klostersiedlung Irlands. Deren markanter, 33 Meter hohe Rundturm wurde ca. 1066 während der Wikingerinvasion gebaut.

Die über die gesamte Anlage verstreuten, Hochkreuze und alten, teilweise im Boden eingesunkenen Grabsteine, die man entlang es Weges durch die Anlage findet, sind interessante und beliebte Motive und ergeben vor den, mit Bäumen bewachsenen Hügeln, an manchen Stellen ein schönes und seltenes Motiv.

Im 12. Jahrhundert sollen in Glendalough bereits mehr als 3000 Menschen gelebt haben.


2. Garnish Island

Garnish Island (oder auch Garinish Island) ist eine Insel in der Bantry Bay, im County Cork, welche mit einer Fähre von Glengarriff aus erreicht werden kann. Auf dem Weg dorthin kommt man vorbei an Seal Island, einem Felsen mit einer Robbenkolonie, die aus bis zu 250 Tieren besteht.

Auf der Insel gibt es verschiedene Bereiche wie z.B. die „Italienischen Gärten“ oder das „Happy Valley“.

Man kann dort die verschiedensten Motive finden. Von allerlei Pflanzen, die entlang der Wege mit entsprechenden Informationen beschildert sind, über diverse Bauwerke wie z. B. einen Martello Tower aus dem Jahre 1805 oder einem wunderschön gelegenen griechischen Tempel u. v. m.

Da es auf der Insel auch ein Cafe gibt, kann man sich dort einige Stunden aufhalten und Möglichkeiten für Fotos gibt es genug.


1. Connemara

Die absolute Nummer 1 unter den Fotolocations in Irland ist, meines Erachtens, Connemara. Das Gebiet im Westen Irlands, das Oscar Wild schon als „Wilde Schönheit“ bezeichnete, lässt wohl das Herz eines jeden Landschaftsfotografen höher schlagen.

Connemara

Die verschiedensten Landschaftsarten wie, z. B. Seen, Berge, Halbinseln, Heide- und Moorlandschaften sind hier zu finden. Die inoffizielle Hauptstadt von Connemara ist Clifden mit seinen ca. 1600 Einwohnern. Das Besucherzentrum des 1980 gegründeten, ca. 30 km² großen, Nationalparks im County Galway befindet sich in Letterfrack.
Die größte Insel in Connemara ist, mit ihren im Jahr 2011 gezählten 180 Einwohnern, Inishbofin, welche ca. 9km vor der Küste liegt.

Inishbofin

In Connemara befindet sich auch das Zwölf-Bens-Gebirge. Der Gebirgszug mit seinen mehreren, bis zu 700m hohen Bergen, liegt nördlich des Derryclare Lough, einem Süßwassersee am Eingang des Inagh-Tals.

Derryclare Lough mit den 12 Bens im Hintergrund

Auch die älteste irische Benediktinerinnenabtei – Kylemore Abbey – findet man in Connemara.

Kylemore Abbey

Um die Eindrücke von Connemara zu beschreiben, bräuchte es wahrscheinlich mehrere Seiten mit unzähligen Bildern. Ich hoffe, ich konnte Euch hier einen kleinen Eindruck dieser wunderschönen Landschaft vermitteln.

Meine Top 10 Fotoloactions in Irland gibt es auch als eBook: https://irlandfoto.com/buecher/

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Bad Eddie, Co. Donegal

Ich hatte schon einige Bilder im Internet von diesem Schiffswrack in den letzten Jahren gesehen und war begeistert davon. Also kam es natürlich auf meine Liste mit potenziellen Orten, die ich mir so mit der Zeit angelegt hatte. Um den Plan in die Tat umzusetzen war jedoch eine gute Planung notwendig, da das Objekt der Begierde ca. 4 Autostunden (oder 329km) von meinem Wohnort entfernt liegt. Das heißt, am falschen Tag dort anzukommen und zu bemerken, daß das Wrack teilweise im Wasser liegt, weil gerade Flut ist, kostet nicht nur Nerven sondern auch ca. 8 Stunden unnötig verfahrene Zeit und Geld für Diesel und evtl. Verpflegung unterwegs.


Meine Planung begann schon Wochen vorher, als ich die Idee hatte, bei nächster Gelegenheit in Richtung Bunbeg, Co. Donegal aufzubrechen um meine ersehnten Bilder zu machen. Zuerst musste ich mir Gedanken machen in welchem Monat die Sonne da untergeht, wo ich sie haben wollte, nämlich vom Strand aus gesehen hinter dem Boot. Zu meinem Glück war die ideale Zeit etwa Ende März. Wäre es in den Wintermonaten gewesen, hätte mir wahrscheinlich der Regen den Plan vermasselt. Dabei hat mir ein nettes Tool geholfen, das sich The Photographer’s Ephemeris nennt. Diese Webseite hat mich schon oft vor unnötigen Fahrten bewahrt und ist nur zu empfehlen. So, jetzt war klar, ich muss also im März dahin.


Problem Nr. 2: Die Gezeiten und Problem Nr. 3: Der Wochentag. Da ich auch noch einen regulären Beruf habe, dem ich von Montag bis Freitag nachgehe, und daher solche Unternehmungen hauptsächlich fürs Wochenende plane, war die Herausforderung wie folgt: Ich musste ein Wochenende im März finden, bei dem die Ebbe etwa dann ist, wenn die Sonne schon fast untergeht.Diese drei Faktoren lassen sich mittels diverser Webseiten mit Gezeitentabellen usw. relativ gut errechnen, jedoch der letzte wichtige Faktor ist das Wetter.

Selbst wenn das Wochenende, die Gezeiten und der Sonnenstand aufs Genaueste geplant ist und es an diesem Tag in Strömen regnet und alles nur grau ist, war alles für die Katz. Im schlimmsten Fall musste das Unternehmen auf den nächsten März verlegt werden.

Am Tag vor der großen Fahrt hatte ich immer wieder die Wettervorhersagen für den Raum Donegal studiert und der Wettergott war mir hold. Somit war klar: Am nächsten Tag gings zu Bad Eddie.Begleitet von meinem Freund Boris, der mich oft auf meinen Fototouren begleitet hat, fuhren wir gegen 13 Uhr los. Unterwegs fing es an zu regnen, aber aus meiner Erfahrung heraus wusste ich, in der Regel ist es am Meer immer schöner als im Landesinneren und ich hatte Recht.

Meine Planungen mache ich meist so, dass ich noch etwas mehr Zeit als nötig habe, sollte ich unterwegs noch etwas entdecken, das sich zu knipsen lohnt, oder der Weg zum geplanten Punkt sich doch länger erstrecken als geplant, weil z. B. ein Teil des Weges nicht mit dem Pkw befahrbar ist.Die Planung sah so aus: 13 Uhr Abfahrt, ca. 4 Stunden Fahrt, d. h. ca. 17-17:30 ankommen, Stativ und Fotoapparat mit Filter aufbauen und dann schauen von wo sich die besten Bilder ergeben. Sonnenuntergang war für ca. 20 Uhr angezeigt.

Daher mein Tipp an alle, die ein Foto planen: Plant nicht zu knapp, die Zeit bis man den geeigneten Standort gefunden hat und alles an die Kamera geschraubt und eingestellt hat, vergeht schneller als man denkt!

Da mir mein Navi, das ich benutzt hatte, kurz vor Bunbeg einen Streich gespielt und uns ca. 30-45min im Kreis geführt hatte, fanden wir den Strand dann doch rechtzeitig.

Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert: Um ca. 18:45 Uhr hatte ich mein erstes Bild geschossen und das Wetter war traumhaft. Fast keine Wolke am Himmel und ich hatte endlich meinen „Bad Eddie“ im Kasten…

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