Irische Ruinen – Das Buch

Nach wochenlanger Arbeit ist nun endlich das Buch „Irische Ruinen“ im Handel erhältlich.

Erst war es nur als Kindle-Version geplant. Dann hatte ich mich doch entschlossen, das Buch auch als gedruckte Version zu veröffentlichen. Ein Vorteil der gedruckten Version: Es sind mehr Bilder im Buch.

Da die Seitenzahl des ursprünglichen Manuskripts zu gering war, musse ich noch ein paar Bilder hinzufügen, um die Mindestanzahl zu erreichen. Allerdings hatte ich nicht bedacht, das Seitenformat für die Druckversion umzustellen. Nach dem Umstellen des Formates stellte ich fest, die Seitenanzahl wäre doch ausreichend gewesen. Da es aber unsinnig gewesen wäre, die Bilder wieder zu reduzieren, hat die Druckversion nun etwas „Bonusmaterial“.

Folgende Ruinen sind auf 81 Seiten beschrieben und auf diversen Fotos gezeigt:

  • Clifden Castle, Co. Galway
  • Carey’s Castle, Co Waterford
  • Ballybunion Castle, Castle
  • Muckinisch Castle, Co. Clare
  • Rock of Dunamase, Co. Laois
  • Corcomroe Abbey, Co. Clare
  • Hore Abbey, Co. Tippearary
  • Clare Abbey, Co. Clare
  • Rathronan Church, Co. Tipperary
  • Quin Friary, Co. Clare
  • Kloster Kilmacduagh, Co. Galway

Die Kindleversoin gibt’s hier: https://www.amazon.de/dp/B0BCZK9ZZ9/

Die gebundene Version gibt’s hier:
Hardcover: https://www.amazon.de/dp/B0BD2NZ583/
Taschenbuch: https://www.amazon.de/dp/B0BCSBNPMS

Hier zwei Beispiele aus dem Manuskript:

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Carey’s Castle

Diese nette Ruine aus dem 18. Jahrhundert hatte ich im Juli 2017 durch Zufall bei Recherchen im Internet entdeckt und bei nächster Gelegenheit machte ich mich auf den Weg in das ca. 125 km entfernte Clonmel im County Tipperary. Die Burg selbst liegt jedoch im County Waterford in einem malerischen Waldgebiet in der Nähe des Glenary Rivers, einem Nebenfluss des Suir, ca. 8 Kilometer südlich von Clonmel.

Das Navi in meinem Handy führte mich damals zu einem Parkplatz an einer Nebenstraße der R671. Von dort aus ging es dann zu Fuß ca. 1,3 Kilometer weiter einen Wanderweg entlang durch einen Wald, bis ich an einer Lichtung die Mauern der Burg entdeckte.

Leider gibt es keine Fotos von der Rückseite der Burg, denn der hintere Bereich des Geländes wurde von einigen Leuten an diesem schönen Sommertag als Platz für deren Grillparty ausgewählt. Daher kamen bei meinen Aufnahmen auch schon mal Kinder oder Hunde ins Bild gelaufen.

Diese Ruine ist auch Teil meines neuesten Buches „Irische Ruinen“. Ab sofort bei Amazon erhältlich:

Irische Ruinen - Das Buch

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Holycross Abbey

Am 05. März machte ich die erste Fototour in diesem Jahr. Das Wetter war in den letzten Wochen nicht wirklich berauschend und so war ich froh, dass der Samstag mit angenehmen Temperaturen und blauem Himmel begann. Daher machte ich mich am späten Vormittag mit dem Fotorucksack auf den Weg in meine alte Heimat, dem County Tipperary. Dort hatte ich in meiner ersten Zeit hier in Irland von 2011 bis 2013 in der Nähe von Thurles gelebt (Siehe auch: Auf zu neuen Ufern ).

Hier befindet sich ca. 7 km südwestlich von Thurles im kleinen Dorf Holycross, mit seinen ca. 715 Einwohnern die gleichnamige Holycross Abbey. Diese liegt am Fluss Suir, der auch durch Thurles fließt. Ich hatte ohnehin schon lange vor, hier ein paar Bilder zu machen.

Die Holycross Abbey am Fluss Suir

Zum letzten Mal hatte ich die Holycross Abbey im Mai 2013 besucht, als ich geheiratet hatte. Nach der Trauung in Nenagh fuhren wir mit der Hochzeitsgesellschaft für ein paar Fotos zur Abbey.

Die 1182 von Dónal Mór Ó Briain, König von Limerick, gegründete Holycross Abbey war ein Zisterzienserkloster und hat ihren Namen von einer Reliquie des wahren Kreuzes. Sie wurde von 1400 bis 1450 unter der Schirmherrschaft der Earls of Ormond restauriert und ca. 1540 aufgelöst. Der letzte Mönch P. Edmund Cormack starb 1735.

Nach den Führungen, die von März bis September jeden Mittwoch und Sonntag angeboten werden, kann man sich in dem Pub erfrischen, welches direkt an der Abbey liegt.

Gegenüber des Einganges direkt am Fluß befindet sich auch ein kleiner Park mit Pavillon und einigen Bänken.

In der Abbey befindet sich neben Toiletten auch ein kleiner Souvenirladen, der neben diversen Andenken auch Eis und heiße Getränke wie Kaffee oder Tee verkauft. Die Öffnungszeiten sind: Sonntags von 11:30 bis 16:00 Uhr.

Auf der Rückseite der Abbey befindet sich ein kleiner Park mit einem Kreuzweg, der mit diversen Säulen versehen ist, auf dem die entsprechenden Stationen abgebildet sind, sowie diverse Statuten wie z. B. von Papst Johannes Paul II.


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Hore Abbey

Den Rock of Cashel kennen sicher die meisten Irlandfans. Die bekannte Burg in Cashel im County Tipperary steht auf einem ca. 65 Meter hohen Berg und war seit dem 4. Jahrhundert Sitz der Könige von Munster, bevor der heilige Patrick sie im 5. Jahrhundert zum Bischofssitz machte.

Rock of Cashel, Co. Tipperary

Sieht man von dort oben in Richtung Westen, liegt in ca. 500 Metern Luftlinie, oder ca. 4 Autominuten entfernt die Hore Abbey. Diese wurde ca. 1272 von David McCarvill, dem Erzbischof von Cashel gegründet.

Blick auf die Hore Abbey

Ursprünglich war die Hore Abbey Sitz eines Benediktinerordens. Als der Erzbischof allerdings von seiner Ermordung durch die Benediktiner träumte, ließ er die Benediktiner vertreiben und holte dafür Zisterziensermönche in die Abtei. Die Hore Abbey war die letzte Zisterziensergründung Irlands bevor sie 1540 aufgelöst wurde.

Hore Abbey – Panoramaufnahme aus 3 Bildern

Der größte Teil der Abtei wurde im 13. Jahrhundert erbaut. Im 15. Jahrhundert wurden dann viele Änderungen an den Gebäuden vorgenommen, wie z. B. der Anbau des Turms in der Mitte des Querschiffs. 

Hore Abbey war das einzige Zisterzienserkloster in Irland, dessen Kreuzgang nördlich der Abtei lag. Es wird vermutet, dass aufgrund der Lage des Rock of Cashel von der üblichen Anordnung abgewichen wurde.

Da das Wetter bei meinem letzten Besuch in Cashel nicht gerade ideal für Fotos war, unternahm ich nun im September 2021 einen zweiten Versuch, brauchbare Bilder von der Hore Abbey zu bekommen. Da wir auch gerade Besuch aus Deutschland hatten und das Wetter mitspielte, war Cashel ein ideales Ziel für einen Ausflug in den County Tipperary.

Bevor wir zur Hore Abbey fuhren, war natürlich auch ein Besuch des Rock of Cashel das absolute Pflichtprogramm. Zum Glück hatte ich schon diverse Bilder vom Rock of Cashel, denn diesmal befanden sich einige Metallabsperrungen auf dem Gelände, daher hätte es ohnehin keinen Sinn gemacht, dort zu fotografieren. Wenigstens war der Eintritt diesmal frei, denn aufgrund von Corona-Maßnahmen waren einige Bereiche für Besucher aktuell gesperrt.

So beschränkten sich meine Bilder diesmal lediglich auf die Hore Abbey, von der aus man bei schönem Wetter einen wunderbaren Ausblick auf den Rock of Cashel hat.

Diese Ruine ist auch Teil meines neuesten Buches „Irische Ruinen“. Ab sofort bei Amazon erhältlich:

Irische Ruinen - Das Buch

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Hier gibt’s das Video:

Das zweite Buch

„Fotogeschichten aus Irland“ lautet der Titel meines zweiten Buches, das nun schneller als erwartet im Handel angekommen ist. Hier sind weitere Geschichten aus dem Blog in gedruckter Form verewigt. Es wird zwar noch ein paar Tage dauern, bis die Daten bei den entsprechenden Händlern up-to-date sind, aber bei den ersten ist es schon drin.


Trotzdem interessant, wie unterschiedlich das Ganze doch ist. Es hat z. B. bis heute gedauert, bis man beim Online-Händler Lehmanns das Foto dazu gesehen hat. Dafür war genau dieser Shop einer mit den kürzesten Versandzeiten.

Egal, mittlerweile gibt es eine ISBN fürs zweite Buch und es ist z. B. bei einem der bekanntesten Online-Shops für Bücher gelistet:

https://www.hugendubel.de/de/buch_gebunden/markus_helfferich-fotogeschichten_aus_irland_life_is_a_story_story_one-40989202-produkt-details.html

Die ISBN vom zweiten Buch lautet: 9783990874820 – Damit sollten auch andere Händler das Buch bei Bedarf bestellen können.

Bei BoD gibt es eine Leseprobe:
https://www.bod.de/booksample?json=http://www.bod.de/getjson.php%3Fobjk_id%3D3435225%26hash%3D8ab7eab08887fc4a36aa4fe922db5d34

Screenshot der Leseprobe

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Mieten auf Irisch

Inspiriert durch einen Artikel in einem anderen Blog, kam mir die Idee zu der heutigen netten Geschichte, die ich Euch nun hier erzählen möchte.

Nachdem ich nach Irland ausgewandert war, wohnten wir im County Tipperary, wo ich auch fast ein Jahr nach einem Job gesucht hatte. Ja, Ihr habt richtig gelesen, „ich“ bin nach Irland ausgewandert. Meine Frau lebte schon länger auf der Insel (siehe den Artikel: Auf zu neuen Ufern). Als ich auf meine Bewerbung einer IT-Firma in Shannon innerhalb 24 Stunden eine Antwort bekam und ca. 2 Wochen später meinen neuen und ersten Job in Irland antrat, musste ich von nun an täglich die ca. 100 km in die Arbeit fahren und natürlich auch wieder zurück.

Nachdem wir dann im Mai 2013 geheiratet hatten und meine Frau im Herbst auch noch bei derselben Firma einen Job bekam, entschieden wir uns, in den County Clare und somit näher zur Arbeit umzuziehen. Im November 2013 fand meine Frau im Internet ein Haus in Ennis, für welches ein neuer Mieter gesucht wurde. Kurzerhand hatte sie den Vermieter kontaktiert und machte einen Termin zur Besichtigung.

Wir trafen Paul, den Vermieter, an einem Samstag am Rande des entsprechenden Estates und fuhren ihm zu der exakten Adresse hinterher. Dort öffnete er uns die Tür des Hauses und zeigte uns kurz die Zimmer im Erdgeschoss. Nachdem wir sichtlich angetan von den ersten Eindrücken waren, sagte er, er wäre kurz mal im Pub in der Nähe, um eine Tasse Kaffee zu trinken. Wir sollen uns in Ruhe das Haus ansehen, er käme in ca. 20 Minuten zurück um dann alles Weitere zu besprechen. Dann fuhr er weg…

Meine Frau und ich sahen uns mit großen Augen an. Jetzt standen wir 100 km von unserem Wohnort entfernt in einem fremden Haus. Der Eigentümer wusste absolut nichts von uns, außer dass wir beide in Shannon in derselben Firma arbeiten. Meine Frau kannte er zumindest von dem kurzen Telefonat ein paar Tage zuvor als wir den Termin vereinbarten, mich hat er an diesem Tag zum ersten Mal gesehen. Ich war gespannt, wie das weitergeht. Wir sahen uns erstmal den Rest des Hauses an und waren beide begeistert.

Wie besprochen kam Paul auch nach einer guten halben Stunde zurück und fragte, ob uns das Haus gefällt. Unsere strahlenden Gesichter waren Antwort genug, daher wurden wir uns schnell einig. Auch unsere Hunde waren glücklicherweise kein Problem.

Paul nannte uns nochmal die Höhe der Mietkaution sowie der monatlichen Miete und übergab mir die Hausschlüssel. Den Mietvertrag und die Bankverbindung würde er uns per Mail zuschicken. Dann verabschiedete er sich. Ich musste das erstmal im Kopf ordnen. Dass in Irland diverse Dinge einfacher sind, hatte ich ja gewusst, aber sowas hätte ich nicht erwartet.

Geistesgegenwärtig bemerkte meine Frau noch, dass er sich doch wenigstens unsere Mailadresse notieren sollte, denn er hatte ja bis dahin nur unsere Vornamen und die Handnummer meiner Frau. Er notierte sich noch schnell die Mailadresse und machte sich auf den Heimweg ins ca. 2 Autostunden entfernte Cork. Ich konnte immer noch nicht fassen, was da passiert war. Dieser Tag war noch lange Gesprächsstoff, vor allem wenn wir unserer Familie und Freunden in Deutschland davon erzählten.

Einige Tage später begannen wir allmählich mit dem Umzug und auch die Hunde fühlten sich wohl im neuen Heim.

In einem späteren Gespräch stellte sich heraus, dass unsere Vermieter nur Gutes von den Deutschen und ihrer Korrektheit sowie ihrer Pünktlichkeit gehört hatten. Daher waren sie froh, uns als Mieter zu bekommen.

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