Rosses Point, Co. Sligo

Um mal wieder was anderes zu sehen und ein wenig Meeresluft zu schnuppern, entschied ich mich letzten Sonntag für einen Kurztrip in den County Sligo. Der „Kurztrip“ dauerte allerdings ca. 2 Stunden pro Strecke, aber der Tag war warm und sonnig und so machte ich mich nach dem Mittagessen auf den Weg zum Rosses Point. Dieser liegt ca. 8 Kilometer nordwestlich der Stadt Sligo an der Sligo Bay auf der gleichnamigen Halbinsel.

Was mich vor allem an dieser Gegend interessiert hatte, als ich vor Jahren die ersten Bilder von dieser Gegend im Internet sah, war der etwa 170 Jahre alte Leuchtturm, der auf der gegenüberliegenden Insel „Oyster Island“ steht. Diese befindet sich in der Bucht zwischen Rosses Point und Strandhill. Der Leuchtturm erinnert von seiner Optik her an diverse andere bekannte Leuchttürme Irlands, wie z. B. auf der Loop Head Halbinsel, ist aber mit ca. 12 Metern nicht so hoch wie der Loop Head Leuchtturm mit 23 Metern.

Aufgrund seiner Lage in der Bucht dient der Leuchtturm als netter Hintergrund diverser Objekte, die man am Ufer entlang des dort angelegten Fußweges vorfindet. Leider war der Himmel kurz nachdem ich Rosses Point erreicht hatte, nicht mehr so schön blau wie während meiner Anreise, aber es könnte schlechter sein.

Eine weitere Metallboje findet man auch in der Nähe des Parkplatzes bei der RNLI Sligo Bay Lifeboat Station, der 1824 gegründeten britischen Seenotrettungsorganisation (RNLI steht für Royal National Lifeboat Institution).

Der Rosses Point Yacht Club

Ein weiterer Leuchtturm in der Bucht ist der sogenannte „Metal Man“. Er trägt die Uniform eines Matrosen der Royal Navy. Ein weiterer wurde 1819 in Eisen gegossen und steht auf einer Landzunge in der Nähe von Tramore Beach im Co. Waterford.

Eine bekannte Skulptur am Rosses Point ist „Waiting on Shore“ des Bildhauers Niall Bruton. Sie ist den Seefahrern gewidmet, die die Meere vor der Küste Irlands befuhren und den Frauen, die zu Hause auf ihre Liebsten warteten.

Waiting on Shore – Skulptur von Niall Bruton

Gegen 17 Uhr machte ich mich auf den Heimweg. Wieder ein Leuchtturm mehr in meiner Sammlung.

Genialer Reisebegleiter

Wenn ich kurze Spaziergänge unternehme, will ich natürlich die Kamera mitnehmen, diese aber nicht ständig in der Hand halten. Es macht allerdings nicht viel Sinn, den kompletten Rucksack mit dem Equipment auf den Rücken zu schnallen, wenn ich z. B. mal wieder mit dem Hund zur Abbey gehe (siehe auch: Spaziergang zur Clare Abbey) oder nur ziellos durch die Stadt laufe, so wie letztes Jahr, als ich mit dem 50 mm-Objektiv unterwegs war (Siehe: Lilli Marleen in Ennis).

Bisher hatte ich dafür immer eine alte Fototasche benutzt, die ich vor einigen Jahren zu meiner gebrauchten Nikon dazubekam. Allerdings war diese gerade mal so groß, dass eine Kamera mit einem kurzen Objektiv darin Platz hatte. Meine Nikon D750 mit dem Nikkor 50 mm bestückt, passte also gerade mal so rein.

Ich suchte also nach einer Zwischenlösung, die es erlaubte, die Kamera mit einem zweiten Objektiv und evtl. etwas Zubehör (Reinigungspinsel, Blasebalg etc.) mitzunehmen, ohne dass ich einen Rucksack mitschleppen musste. Außerdem sollte in Kürze auch mein neues Sigma 105 mm Makro-Objektiv geliefert werden. Das Objektiv selbst hat eine Länge von ca. 13 cm. Spätestens mit dem Sigma auf der Kamera wäre die alte Tasche definitiv zu klein.

Ich durchforstete also die Angebote im Internet und wurde bald fündig. Meine Wahl fiel auf die Amazon Basics – Große L Umhängetasche. Die Größe schien ideal für meine Zwecke und der Preis war auch in Ordnung. Da ich zum Netto-Preis einkaufe, zeigte mir die Produktseite einen Preis von 18,90€ + Versand an. Also Bestellung abgeschickt und Thema erledigt. Nach 5 Tagen lag die Tasche auf meinen Tisch.

Die Größe dieser Tasche ist ideal. Nicht zu groß, aber genug Platz für eine Kamera mit etwas größerem Objektiv. Weiterhin ist auch Platz für ein zusätzliches Objektiv und diverses Zubehör. An der hinteren Innenwand befindet sich ein Fach für ein kleines Tablet und auch die seitlichen Taschen bieten genug Platz für weitere Utensilien.

An der Vorderseite befinden sich auch zwei Schlaufen, die es erlauben, ein kleines Stativ daran zu befestigen.

Zu meiner Freude kam einen Tag später auch mein neues SIGMA-Objektiv an, so konnte ich die Tasche gleich damit testen. Ich packte also die Kamera mit dem SIGMA darauf in die Tasche und hatte noch genügend Platz für 1-2 Objektive. Alternativ dazu könnte man Objektive in der Größe des SIGMA auch einzeln in die Tasche stellen, denn der Abstand vom Boden bis zur Oberkante des Innenfutters beträgt ca. 17 cm. Da der Deckel der Tasche auch sehr gut gepolstert ist, sollten Objektive mit einer Gesamtlänge von ca. 20 cm kein Problem sein.

Die Außenmaße: (L x B x H): 30,5 x 17,8 x 22,9 cm

Die innere Abdeckung lässt sich separat vom äußeren Deckel öffnen, das hat z. B. den Vorteil, dass man bei Regen nicht das Fach mit der Kamera öffnen muss, wenn man etwas aus der vorderen Tasche benötigt. Auch am Strand kann das sehr praktisch sein, denn so ist das Equipment auch vor Sand geschützt. Lässt man den Reißverschluss offen, klappt die innere Abdeckung mit dem äußeren Deckel durch die beiden Klettbefestigungen mit auf.

Mein Fazit: Eine geniale Fototasche für unterwegs, wenn man mal nicht den ganzen Rucksack mitnehmen will, mit genügend Platz für verschiedene Objektive und Zubehör. Für den Preis von unter 25€ ein idealer und preiswerter Reisebegleiter.

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Mit dem Hund ans Meer

Als mir meine Frau vor ein paar Tagen die Wettervorhersage für diesen Samstag, den 17.07.2021, auf ihrem Bildschirm gezeigt hatte, war ich eher skeptisch. Es waren noch einige Tage hin und in der Regel ändert sich das Wetter dann doch noch vorher. Aber diesmal traf der irische Wetterfrosch voll ins Schwarze. Die vorhergesagten 26°C wurden noch übertroffen.

Schon am Abend zuvor war es sehr warm und schwül, daher hatte meine Frau die Idee, am Samstag ans Meer zu fahren und diesmal Bailey, unsere 9 Jahre alte Husky/Rottweiler-Mischlingshündin, mitzunehmen. Sie sollte nicht bei der Hitze allein im Haus eingesperrt bleiben, außerdem war sie noch nie am Meer. Ich hatte ihr die 40minütige Autofahrt immer erspart, auch wenn sie gerne mitfährt.

So packten wir am Samstag gegen 7 Uhr morgens ein paar Sachen ein und machten uns mit Bailey auf den Weg nach Kilkee, Co. Clare. An diesem Strand hat man genug Platz, um mit dem Hund herumzulaufen und Hunde sind von Mai bis September vormittags bis 11 Uhr und dann wieder abends ab 18 Uhr erlaubt.

Gegen 7:40 Uhr morgens erreichten wir den Parkplatz am Strand (das Thermometer im Auto zeigte bereits jetzt 19°C an) und Bailey begann natürlich sofort, die neue Umgebung zu erkunden. Dann ging es das erste Mal mit den Pfoten über warmen Sand. Ich war ziemlich gespannt, was sie wohl direkt am Meer machen würde, denn Wasser war bisher nicht so ihr Ding. Diesem Element ging sie eher aus dem Weg, außer es befindet sich in der Schüssel neben ihrem Fressnapf.

Da meine Frau nur mit Flip-Flops ausgestattet war, ging sie ein paar Schritte ins Meer hinein und zu meinem Erstaunen trabte Bailey furchtlos hinterher. Allerdings war ihr die erste, etwas größere Welle dann doch nicht so geheuer und sie machte einen kurzen Hüpfer in Richtung Strand. Ansonsten machte ihr das neue, ungewohnte Nass nichts aus.

So verbrachten wir eine gute halbe Stunde am Wasser und Bailey traf einige Artgenossen, die mit ihren Besitzern am Strand spazieren gingen und mit ihr spielen wollten.

Anschließend setzten wir uns weiter weg vom Meer in den weichen Sand und verspeisten unsere Wurstsemmeln, die meine Frau noch kurz vor der Fahrt vorbereitet hatte. Bailey blieb jedoch immer an unserer Seite, die neue Umgebung schien ihr doch nicht so geheuer zu sein.

Gegen 10 Uhr machten wir uns wieder auf den Heimweg, denn die Sonne brannte weiterhin durch den wolkenlosen Himmel und auch ohne mich viel zu bewegen lief mir der Schweiß von der Stirn. Am Nachmittag gegen 15 Uhr zeigte das Thermometer zu Hause 31°C im Schatten an.


Ich denke, wir werden aber jetzt öfter mit unserer Fellnase ans Meer fahren.

Die Bucht von Kilkee sieht man auch in dem Film „Sprachlos in Irland“, der 2020 in der Gegend hier gedreht wurde.

Siehe auch: https://www.daserste.de/unterhaltung/film/freitag-im-ersten/sendung/sprachlos-in-irland-100.html

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Doolin 2021

Um meine Urlaubswoche bestmöglich auszunutzen, hatte ich mir Gedanken gemacht, wo ich im County noch hinfahren könnte, um ans Meer zu kommen und natürlich auch ein paar Bilder zu machen. Meine Wahl fiel auf Doolin, dort war ich ohnehin schon lange nicht mehr gewesen.

Auf dem Weg nach Doolin über die R478 bot sich mir ein seltener Anblick: Der Besucherparkplatz der Cliffs of Moher war fast leer. Auch als ich in Doolin in die Fisher Street mit dem rosafarbenen Sweather Shop einbog, bot sich mir dasselbe Schauspiel. Wo man normalerweise erst lang einen Parkplatz suchen muss und Fußgänger in Scharen an der Straße entlanglaufen, sah ich nur freie Parkplätze und Straßen. Auch auf dem Parkplatz am Pier standen gerade mal ca. 5 Fahrzeuge. Und das bei diesem Traumwetter.

Der vor einigen Jahren neu gebaute Parkplatz sieht allerdings übel aus. Diverse heftige Stürme im letzten Jahr hatten tonnenweise Steine an Land gespült. Dieser Anblick lässt einen nur grob erahnen, welche Kraft diese Wassermassen wohl haben mussten, um die Felsbrocken über eine geschätzte Strecke von ca. 50 bis 100 Metern vom Meer bis auf den Parkplatz zu transportieren.

Nach den ersten Eindrücken machte ich einige Bilder von dem felsigen Ufer aus in Richtung Crab Island und parkte das Auto dann auf dem zweiten Parkplatz, der nördlich vom Pier liegt, um dann die weitere Küste in dieser Gegend zu erkunden. Vor ein paar Jahren hatte ich in der Nähe eine gute Stelle für Langzeitaufnahmen entdeckt. Leider fand ich diese nicht mehr. Ich werde wohl im Sommer nochmal genauer suchen. Zum Glück ist Doolin nur ca. 50 Minuten Fahrzeit von zu Hause entfernt.

Gegen 19 Uhr war ich wieder zu Hause und müde von der Seeluft sowie dem inzwischen ungewohnten Umherwandern auf dem zerklüfteten Boden. Bei diesem Gelände sollte man immer auf seine Schritte achten, um nicht umzuknicken oder in eine der vielen langen Spalten zu treten.

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Hier gibt’s das Video:

Der erste Tag am Meer 2021

Das Ende der 5 km-Regelung

Dienstag, 13.04.2021. Ich saß im Auto und hatte meinen Fotorucksack auf dem Rücksitz verstaut. Meine Frau saß neben mir und während ich langsam rückwärts aus der Hofeinfahrt fuhr, verstaute sie noch schnell ihre Tasche vor ihrem Sitz. Nun ging es los, wir fuhren ans Meer und ich konnte es kaum fassen, ein geniales Gefühl.

Was noch vor einem halben Jahr als fast normal galt, ist nun etwas Besonderes für uns. Seit Montag, dem 12.04.2021, wurde der Lockdown in Irland gelockert und anstelle der 5 km, in denen man sich bewegen durfte, können wir uns wieder innerhalb des Countys bewegen. Zufällig hatte ich für diese Woche Urlaub beantragt und auch das Wetter spielte mit, denn seit meinem ersten Urlaubstag hatten wir Sonne und deutlich höhere Temperaturen als in den letzten Wochen. Daher nahmen wir uns vor, diese Woche so oft es geht etwas zu unternehmen.

Die erste Tour

Am Montag waren wir am Mooghaun Hillfort. Diese Bergfestung wurde ca. 950 v. Chr. erbaut und liegt zwischen den Orten Quin und Newmarket on Fergus im County Clare. Eigentlich war der Besuch dort gar nicht geplant, aber als eine Bekannte, bei der wir nur schnell vorbeischauen und etwas abholen wollten, davon erzählte, entschlossen wir uns kurzerhand dort hinzufahren, schon um mal wieder etwas anderes zu sehen als unseren Garten und Ennis.

Ich hatte zwar eine Kamera in einer kleinen Tasche dabei, aber diese war nur mit dem 50 mm-Objektiv bestückt. Eine kürzere Brennweite wäre in der Anlage, die mittlerweile mit hohen Bäumen umgeben ist, deutlich besser, aber immerhin besser als nichts. Mittlerweile habe ich es mir angewöhnt, auch bei kurzen Fahrten zumindest eine meiner Kameras mitzunehmen. Schon oft gab es Momente, in denen ich mir gewünscht hatte, jetzt ein Foto von der aktuellen Situation machen zu können. Die D610 mit dem 50 mm-Objektiv passt schön in eine kleine alte Fototasche, die ich noch aufgehoben habe, und so passiert mir das nicht mehr.

Bei nächster Gelegenheit werden wir mal mit unserem Hund hierher fahren.


Es geht ans Meer

So, nun ging es endlich ans Meer. Es fühlte sich gut und irgendwie ungewohnt an, als wir mit Sonnenbrille auf der Nase und guter Musik entlang der N68 in Richtung Kilkee fuhren. Über uns der blaue Himmel mit weißen Schäfchenwolken und vor uns eine kaum befahrene Straße. Schließlich hatten wir Dienstag und daher war kaum Verkehr als wir gegen 13:00 Uhr losfuhren.

Nach ca. 50 Minuten erreichten wir den beliebten Urlaubsort Kilkee. Als ich den fast leeren Parkplatz vor der Strandpromenade ansteuerte und schon vom Auto aus das Meer sah, war das ein unbeschreiblicher Moment. Das letzte Mal war ich im September 2020 am Meer. Damals war ich am Gortmellia-Strand im County Mayo unterwegs und hätte nie daran gedacht, dass es ein halbes Jahr dauern würde, bis ich das Rauschen der Wellen wieder live erlebe.

Als wir zum Strand gingen, war es zwar etwas windig, aber nicht kalt und ich hatte es nicht bereut mit kurzer Hose und T-Shirt losgefahren zu sein. Der Strand war beinahe menschenleer und auch fast alle Bänke entlang der Promenade waren unbesetzt. Wo sich normalerweise Touristen und Einheimische tummeln, war Leere. Die geschlossenen Restaurants und Bars sahen schon irgendwie trostlos aus. Trotzdem genossen wir es, über den weichen Sand zu spazieren und die kleinen Wellen zu beobachten, die sich rauschend und schäumend am Strand ausbreiteten, um dann wieder zurück ins Meer zu fließen. Das war auch eine gute Gelegenheit, Fionn am Strand in Szene zu setzen, der mit Schwimmweste und Kamera ausgestattet natürlich mit auf unserer Tour war.

Nach einiger Zeit fuhren wir weiter zum „George’s Head“, einer ca. 1,5 Kilometer nördlich gelegenen Landzunge. In den letzten Jahren habe ich es immer vermieden, diesen Ort anzufahren, denn im Sommer ist nicht nur der runde Parkplatz am Ende der Straße komplett überfüllt, sondern es stehen auf beiden Seiten parkende Fahrzeuge entlang der Straße. Nun hatte ich endlich die Gelegenheit, diesen Teil von Kilkee zu besuchen. Auf dem Parkplatz standen nur ein paar Fahrzeuge und die Gegend war menschenleer.

Mit neuen Eindrücken und Bildern ging es am frühen Nachmittag wieder nach Hause und der erste Tag am Meer 2021 ging zu Ende.

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Hier gibt’s das Video dazu:

Die „Ros Tuaiscert“ – Mehr Wrack als Schiff

Der Sonntag versprach angenehm warm und sonnig zu werden. So kam ich auf die Idee, an den Gortmellia-Strand im Co. Mayo zu fahren. Dort liegt das Wrack der „Ros Tuaiscert“, ein Trawler, der 1978 dort gestrandet war.

Der Gezeitentabelle nach, die ich im Internet fand, sollte auch am späten Nachmittag dort noch Ebbe sein. Also packte ich meine Sachen und fuhr gegen 14 Uhr los, in Richtung Co. Mayo.

Da der Gortmellia-Strand nur ca. 15 Autominuten von Belmullet entfernt liegt, wollte ich auch gleich einen Abstecher zum „Deirbhile’s Twist“ machen. Dieser befindet sich auf der südlichen Seite der Mullet Halbinsel (Irisch: An Muirthead). Als ich 2019 dort war, war es relativ bewölkt und bei meiner Nikon D750 hatte sich damals beim ersten Bild vom 2 km entfernten Blacksod-Leuchtturm der Spiegel nicht mehr zurückgeklappt. Zum Glück hatte ich die Fuji XT-2 dabei, sonst wäre ich die 236 km umsonst gefahren.

Trotz der „nur“ 18 Grad, die mir das Thermometer im Auto angezeigt hatte, war es so warm, dass ich teilweise mit halb geöffnetem Fenster durch die karge Landschaft gefahren bin.

Nimmt man die Route von Castlebar aus über die R312, zieht sich diese ca. 35 Kilometer durch Bäume und hohe Büsche, bei denen man nur selten einen Blick auf die Landschaft dahinter hat. Irgendwann verschwinden dann die Bäume, die Büsche werden niedriger und innerhalb weniger Minuten findet man sich in einer fast steppenähnlichen Landschaft wieder.

Die R312

Etwas später kommt man dann auf die N59, die fast parallel zum Oweniny River nach Richtung Bangor Erris verläuft. Auch die weitere Strecke über die R313 / R314 ist von diesem Landschaftsbild geprägt.

Als ich gegen 17 Uhr am Gortmellia-Strand ankam, war ich jedoch enttäuscht. Ich hatte noch die Bilder aus dem Internet von dem Schiffswrack im Kopf, die ich gefunden hatte und welche mich dazu inspirierten, mal wieder in diese Ecke Irlands zu fahren. Allerdings war das, was ich nun vorfand, mehr Wrack als Schiff.

Die „Ros Tuaiscert“ bzw. was davon übrig war, lag friedlich im Sand und wartete auf ihren endgültigen Zerfall, der, im Vergleich zu Bildern aus den Jahren 2017/2018, mehr als deutlich vorangeschritten war. Nur gut, dass dies nicht das einzige Ziel auf meiner Tagestour war.

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Die „Ros Tuaiscert“ – Mehr Wrack als Schiff

Ich machte ein paar Bilder von dem Wrack und begab mich anschließend auf den Weg zu meinem zweiten Ziel an diesem Tag.

Deirbhile’s Twist

Als ich zum ersten Mal ein Bild vom Deirbhile’s Twist im Internet sah, dachte ich zuerst, es wäre einer der vielen Steinkreise in Irland, der auch noch sehr gut erhalten war.

Meine weitere Recherche dazu ergab allerdings: Der Steinkreis ist eine Skulptur des in Offaly geborenen Wissenschaftlers und Künstlers Michael Bulfin. Diese besteht aus spiralförmig angeordneten Granitsteinen und bezieht sich auf die Legende von St. Dervilla, einer heiligen Jungfrau aus dem 6. Jahrhundert, die in der Gegend lebte.

Deirbhile’s Twist, Co. Mayo
Deirbhile’s Twist

Auf dem Weg zum Deirbhile’s Twist kam ich auch am Blacksod Leuchtturm vorbei, der knapp 2 km entfernt an der Blacksod Bay liegt. Hier hatte ich Gelegenheit, diesmal ein paar Bilder vom Leuchtturm bei sonnigem Wetter zu machen.

Blacksod Leuchtturm, Co. Mayo
Blacksod Leuchtturm

Gegen 18:30 Uhr ging auch die Sonne langsam unter, daher entschied ich mich dazu, noch den Sonnenuntergang abzuwarten und fuhr nach einigen weiteren Bildern gegen 19:30 Uhr nach Hause.

Deirbhile’s Twist, Co. Mayo
Deirbhile’s Twist

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