Bridges of Ross

Die „Bridges of Ross“ an der Küste der Loop Head Halbinsel im Co. Clare waren ursprünglich drei von der Natur geformte Steinbrücken. Mittlerweile ist nur noch eine von ihnen erhalten. Bei meinem letzten Besuch dort im Juli 2020 war aufgrund der Menschenmassen, die sich wegen des Traumwetters dort aufhielten, an vernünftige Fotos nicht zu denken. (Siehe auch „Kurzfristige Planänderung“) .

Bridges of Ross, Co. Clare

Am letzten Wochenende unternahm ich daher einen weiteren Versuch, diesmal erfolgreich. Bei meiner Ankunft waren nur ein paar Fahrzeuge auf dem Parkplatz zu sehen. Ein Grund dafür war sicher auch der Wetterbericht, der immer wieder kleine Regenschauer in der Gegend vorausgesagt hatte. Bis auf eine dunkle Wolke, die mir kurz vor dem Ziel ein wenig Regen bescherte, sich aber doch schnell wieder verzog, war der Nachmittag sonnig.

Aufgrund der verschiedenen Felsformationen entdeckt man auf einem Spaziergang entlang der ca. 400 Meter langen Landzunge immer wieder interessante Objekte und Perspektiven, bei denen sich ein Druck auf den Auslöser der Kamera lohnt.

Je näher man der südwestlich gelegenen Spitze kommt, desto flacher werden die Felsen. Diese sind übersät mit tiefen Rissen und flachen Becken, in denen sich das Wasser sammelt und einen grünen Rand aus Algen bildet.

Die flachen Felsen bieten auch Untergrund für Moose und die Grasnelke (Armeria Maritima), die vor allem in Küstennähe vorkommt und mit ihren violetten Blüten einen schönen Kontrast zu den Grautönen ergibt.

Nachdem ich einige Bilder gemacht hatte, hatte ich mich, nicht weit vom Ufer entfernt, auf einen der Steine gesetzt und eine Weile den Wellen zugeschaut, die an den schroffen Felsen brachen, bevor ich am späten Nachmittag die Heimreise antrat.

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Mehr Bilder von dieser Tour gibt es auf YouTube:

Black Head

Am Himmel ist kaum eine Wolke zu sehen, die Sonne steht bereits so tief, dass ich die Sonnenblende herunterklappen muss und aus den Lautsprechern dröhnt gute Musik. Ich fahre entlang der kurvigen R477 in Richtung Nordwesten und als ich das Meer am Horizont sehe, vergesse ich fast, dass ich „nur mal kurz“ weggefahren bin. Ich fühle mich eher wie im Urlaub und ans Meer zu fahren ist in Zeiten von Corona und den daraus resultierenden Lockdowns wieder etwas Besonderes geworden.

Ich bin auch sehr froh, in einem der 17 Countys zu wohnen, die am Meer liegen und genieße die Fahrt entlang der malerischen Küstenstraße. Die R477 liegt größtenteils im Burren, einem ca. 250 km² großen Kalksteingebiet. Die Übersetzung des irischen Namens (An Bhoireann) lautet “Steiniger Ort” und ist hier mehr als zutreffend. Auf beiden Seiten der Straße liegen Steine und Felsbrocken in allen Größen und Formen und verleihen dieser Gegend ihr markantes Aussehen.

Mein heutiges Ziel: Der Black Head Leuchtturm.

Dieser nur ca. 8 Meter hohe Leuchtturm liegt ungefähr 9 Kilometer nordwestlich von Ballyvaughan an der Nordspitze des County Clare. Die Black Head Landzunge ist auch Teil des Wild Atlantic Way, der wohl bekanntesten Küstenroute Irlands, die auf einer Länge von mehr als 2500 Kilometern entlang der Westküste von Malin Head im County Donegal bis nach Kinsale im County Cork verläuft.

Der Vorteil hier ist, dass der Leuchtturm nur ca. 40 Meter von der Straße entfernt liegt. Der Nachteil: Es gibt keinen richtigen Parkplatz. Nur eine kleine Bucht an der nicht allzu breiten Straße, in der gerade mal 2 Fahrzeuge hintereinander Platz haben (siehe Video).

Gegen 20 Uhr erreiche ich mein Ziel und bin froh, die Parkbucht leer vorzufinden. So kann ich das Auto sicher parken und bequem aussteigen. Mein Timing hätte auch nicht besser sein können, denn die Sonne nähert sich nun immer mehr dem Horizont. Ich suche mir eine geeignete Stelle für mein Stativ auf dem zerklüfteten Felsboden und ziehe den Reißverschluss meiner Kapuzenjacke zu, die ich in weiser Voraussicht mitgenommen hatte. Der Wind hier an der Küste ist doch stärker und auch kühler und ich bin noch von den letzten Tagen verwöhnt, als kurze Sommerhosen und T-Shirts mehr als ausreichend waren. Aber ich stehe nun mal am Atlantik und ca. 3000 Kilometer weiter westlich kommt, mit Ausnahme der Aran-Inseln, erst wieder Amerika.

Als die Sonne fast verschwunden ist, packe ich meine Sachen zusammen, um noch genügend Licht zu haben, damit ich nicht versehentlich in eine der tiefen Spalten trete und mache mich auf den Heimweg. Da für die nächsten Tage wieder Regen angesagt ist, bin ich froh, den Abend heute noch genutzt zu haben.

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Hier gibt’s das Video dazu:

Doolin 2021

Um meine Urlaubswoche bestmöglich auszunutzen, hatte ich mir Gedanken gemacht, wo ich im County noch hinfahren könnte, um ans Meer zu kommen und natürlich auch ein paar Bilder zu machen. Meine Wahl fiel auf Doolin, dort war ich ohnehin schon lange nicht mehr gewesen.

Auf dem Weg nach Doolin über die R478 bot sich mir ein seltener Anblick: Der Besucherparkplatz der Cliffs of Moher war fast leer. Auch als ich in Doolin in die Fisher Street mit dem rosafarbenen Sweather Shop einbog, bot sich mir dasselbe Schauspiel. Wo man normalerweise erst lang einen Parkplatz suchen muss und Fußgänger in Scharen an der Straße entlanglaufen, sah ich nur freie Parkplätze und Straßen. Auch auf dem Parkplatz am Pier standen gerade mal ca. 5 Fahrzeuge. Und das bei diesem Traumwetter.

Der vor einigen Jahren neu gebaute Parkplatz sieht allerdings übel aus. Diverse heftige Stürme im letzten Jahr hatten tonnenweise Steine an Land gespült. Dieser Anblick lässt einen nur grob erahnen, welche Kraft diese Wassermassen wohl haben mussten, um die Felsbrocken über eine geschätzte Strecke von ca. 50 bis 100 Metern vom Meer bis auf den Parkplatz zu transportieren.

Nach den ersten Eindrücken machte ich einige Bilder von dem felsigen Ufer aus in Richtung Crab Island und parkte das Auto dann auf dem zweiten Parkplatz, der nördlich vom Pier liegt, um dann die weitere Küste in dieser Gegend zu erkunden. Vor ein paar Jahren hatte ich in der Nähe eine gute Stelle für Langzeitaufnahmen entdeckt. Leider fand ich diese nicht mehr. Ich werde wohl im Sommer nochmal genauer suchen. Zum Glück ist Doolin nur ca. 50 Minuten Fahrzeit von zu Hause entfernt.

Gegen 19 Uhr war ich wieder zu Hause und müde von der Seeluft sowie dem inzwischen ungewohnten Umherwandern auf dem zerklüfteten Boden. Bei diesem Gelände sollte man immer auf seine Schritte achten, um nicht umzuknicken oder in eine der vielen langen Spalten zu treten.

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Hier gibt’s das Video: