Gandalf

Schon letzten Mittwoch kam ich mir vor wie ein Kind kurz vor Weihnachten. Nur noch zweimal schlafen, dachte ich, dann ist der große Tag da. An diesem Freitag, den 28.01.2022 wurde Gandalf zu uns gebracht. Aber alles der Reihe nach.

Inhalt:

Vorgeschichte

Schon seit geraumer Zeit spielten wir mit dem Gedanken, uns wieder einen zweiten Hund zu holen. Cosy, unsere Riesenschnauzer-Dame war im März 2014 gestorben, daher war Bailey somit wieder Einzelhund (siehe auch: Auf den Hund gekommen). Im Dezember hatten wir uns schon auf der Webseite eines Tierheimes in der Nähe informiert, welche Hunde denn aktuell verfügbar wären. In einem Gespräch mit einer Mitarbeiterin kam die Frage, ob wir uns schon mal mit dem Thema „Greyhounds“ auseinandergesetzt hätten. Um ehrlich zu sein, diese Rasse hatte mich nie sonderlich interessiert, daher habe ich mich auch nie näher damit beschäftigt. Ich war immer der Fan von großen, aber flauschigen Fellnasen, wie z. B. Huskys, Riesenschnauzer, Schäferhunde, Irish Wolfhounds oder etwas in der Art. Diese langbeinigen Gesellen der Gattung Windhund oder Greyhound waren mir immer zu dürr. Außerdem dachte ich, diese Rasse braucht sehr viel Auslauf und muss viel rennen.

Die nette Mitarbeiterin des Tierheimes bot uns an, im Januar mal mit Ihren beiden Greyhounds vorbeizukommen, um uns die Tiere vorzustellen. In der Zwischenzeit sollten wir uns mal Gedanken machen, ob so ein Greyhound nicht doch was für uns wäre.

Nun wurden diverse Artikel im Netz zum Thema „Greyhound“ gelesen und Videos angesehen, um uns ein besseres Bild von dieser Rasse zu machen. Zu meiner Überraschung waren Greyhounds eher ruhige Gesellen und echte „Couch Potatoes“, die mit einer kleinen Gassirunde von ca. 30 Minuten zufrieden waren und die meiste Zeit mit Schlafen verbrachten. Ich war doch sehr verblüfft über die Eigenschaften dieser Tiere, die bei Rennen Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 80 km/h erzielen können. Je mehr ich mich mit den Hunden beschäftigt hatte, desto sympathischer wurden sie mir.


Nach ein paar Tagen kam die Mitarbeiterin des Tierheimes dann mit ihren beiden Exemplaren zu Besuch und seit ich diese Hunde live erlebt habe, war ich total begeistert. Schon das ruhige Wesen, welches sie an den Tag legten, als sie aus dem Auto stiegen und ohne Scheu elegant in unser Haus gingen, war beeindruckend. Diese Eigenschaft behielten sie auch während des ganzen Besuches bei. Kein wildes Herumhüpfen oder gar Bellen, obwohl sie Bailey, unseren Husky-Rottweiler-Mix zum ersten Mal sahen. Brav standen oder lagen sie neben dem Esstisch. Nachdem der Besuch beendet war, bekamen wir die Telefonnummer von Petra, der Betreiberin einer Greyhound-Auffangstation (https://www.claregreyhoundsanctuary.com/) in der Nähe und wir sollten uns mal mit ihr in Verbindung setzen, denn sie hat viele Jahre Erfahrung mit Greyhounds und weiß sicher, welcher Hund für uns ideal wäre.

Erstes Treffen

Nachdem wir uns dann telefonisch und später schriftlich bei Petra gemeldet hatten, machten wir einen Termin für den nächsten Sonntag aus und fuhren dann mit Bailey zu Petras Adresse. Als wir aus dem Auto stiegen und in Richtung des großen Eisentores in der Hofeinfahrt gingen, rannten uns ca. 8 Greyhounds entgegen um zu sehen, was da am Tor los war. Ein buntes, schwanzwedelndes Begrüßungskommando, das fiepend und bellend am Tor herumwuselte, um Bailey zu betrachten, die sich dem Tor näherte und auch mal kurz bellte. Kurz danach kam auch Petra und brachte die Meute erstmal wieder zurück in einen Bereich, den man vom Tor aus nicht sehen konnte. Mit einem Hund an der Leine kam sie dann wieder zurück zu uns und vor das Tor. Nachdem sich neben uns Zweibeinern auch die beiden Hunde begrüßt hatten, stellte sie uns den Vierbeiner vor, den sie mitgebracht hatte. Er hieß Mikey, war ca. 7 Jahre und ein blauer (so heißen die grauen Greyhounds) Ex-Rennhund.

Das erste Treffen der beiden Fellnasen

Sein Besitzer war vor ca. 18 Monaten plötzlich verstorben und seitdem war er bei Petra in der Auffangstation. Aufgrund seines Alters konnte er leider lange nicht vermittelt werden, denn die Leute, die einen Greyhound suchen, wünschen sich eher jüngere Hunde, wie uns Petra in dem ca. 45-minütigen Gespräch erzählte.

Zwischenzeitlich war er mal kurz bei einer Familie, die ihn adoptieren wollte, jedoch verstand deren kleine Tochter mit ihren 4 Jahren eben nicht, dass so ein Tier auch mal seine Ruhe braucht und nicht 24 Stunden am Tag gestreichelt werden wollte. So kam es, dass man Mikey wieder zurückgeben musste.

Bailey und Mikey verstanden sich gut bei ihrem ersten Treffen und auch mit uns schien Mikey kein Problem zu haben. So vereinbarten wir erstmal eine Adoption zur Probe für 2 Wochen, denn mittlerweile war ich absolut begeistert von diesen Hunden.

Der große Tag

Wie vorher vereinbart, fuhr am Freitag, dem 28.01. gegen 15 Uhr nachmittags Petras Auto vor unserem Grundstück vor und da ich gerade am Telefon war, brachte meine Frau Mikey an der Leine ins Haus und ging mit ihm direkt durch bis in den Garten, wo er gleich mal mit den „Markierungsarbeiten“ begann. Bei einer Tasse Tee besprachen wir mit Petra das weitere Vorgehen während Mikey die Küche inspizierte. Nach einer Weile ging er immer wieder zu der weichen Bettdecke, die wir ihm unter dem großen Tisch in der Küche zurechtgelegt hatten aber der Platz schien ihm nicht zu gefallen. Daraufhin platzierte meine Frau die Decke neben der Terrassentür und das sagte ihm deutlich mehr zu. Im Nu machte er es sich darauf gemütlich. Dazu fand er noch ein Stück eines alten Kauknochens von Bailey und so lag er nun friedlich auf dem neuen Bett und kaute genüsslich an dem Knochen.

Nach einer guten Stunde verabschiedete sich Petra dann und wir waren gespannt, was nun passieren würde. Da er mit dem Kauknochen beschäftigt war, fiel es ihm gar nicht so auf, dass Petra plötzlich nicht mehr da war. Nach ein paar Minuten lief er mal kurz durchs Haus und jammerte ein wenig, aber nach ein paar beruhigenden Worten war das auch schnell wieder vorbei. Durch unseren liebevollen Umgang mit ihm schien er sich jedenfalls in der neuen Umgebung wohl zu fühlen und begann, diverses Spielzeug mit auf seine Decke zu holen und es da zu horten.

Nur einmal hörten wir ein kurzes Raunen von Bailey als er ihr auch noch das letzte Stück der zerkauten Breze, die wir aus dem Zooladen mitgebracht hatten, klauen wollte. Ansonsten verlief auch der Abend friedlich. Beim Abendessen verhielt er sich vorbildlich. Während das Essen vorbereitet wurde, sah er zwar interessiert zu, aber das wars auch. Kein Versuch, etwas von der Wurst zu klauen und kein Betteln am Tisch, nur kurz sehen was Papa auf dem Teller hat und dann gings wieder auf die Decke zum Dösen.

Erste Nacht

Da wir unser Schlafzimmer im ersten Stock haben, und Bailey in der Regel mit uns Schlafen geht, wurde es nun spannend als wir uns daran machten, zu Bett zu gehen. Laut Petra gehen Greyhounds auf keine Treppen…

Um die nachfolgenden Geschehnisse abzukürzen: Nachdem wir und Bailey im ersten Stock angekommen waren und Bailey nochmal die Treppe runter und wieder hinauf gerannt war, dauerte es keine 10 Minuten bis Mikey im Schlafzimmer stand und es sich nach einiger Zeit auf dem Bett zwischen uns gemütlich machte und döste. Der erste Tag war ohnehin sehr aufregend für ihn und er war schon am frühen Abend sichtlich müde.

Nachts gegen 2:45 Uhr stand ich nochmal auf und ging mit ihm in den Garten, da er unruhig war und gelegentlich fiepte, danach ging es wieder nach oben und es wurde bis gegen 7:30 Uhr geschlafen. Zwischenzeitlich machte er es sich scheinbar vor dem Bett gemütlich und knuffelte sich in die von mir bereitgelegte dicke Wolldecke, denn als ich aufgewacht bin lag er war wieder auf dem Bett zusammengerollt und schlief. Allerdings lag die Decke nun zu einem Ball zusammengekratzt, etwas weiter vom Bett weg. Zu unserer Freude hatte er nicht in die Wohnung gemacht und auch nichts zerkaut oder zerstört.

Gegen 8 Uhr ging ich mit ihm erstmal in den Garten und sein neuer Tag als Ex-Sportler im neuen Zuhause konnte beginnen.

Mikey heißt bei uns jetzt Gandalf (der Graue) nach einer Figur aus J. R. R. Tolkiens Roman „Herr der Ringe“. Als meine Frau und ich schon die Tage zuvor über Hundenamen diskutiert hatten, fiel mir dieser Name eher scherzhaft ein und irgendwie reden wir seitdem von Gandalf, wenn es um Bailey’s neuen Stiefbruder geht.

Heute Vormittag sind wir mit ihm zum ersten Mal durch die Siedlung gelaufen und er ging ganz brav an der Leine. Gandalf macht uns auf jeden Fall schon jetzt viel Freude und er fühlt sich sichtlich wohl bei uns. Den Maulkorb lassen wir vorerst mal beim Gassigehen dran, denn ich weiß noch nicht wie er auf andere Hunde reagiert. Und auch wenn ein anderer, evtl. kleinerer Hund aggressiv wird und was passiert – Schuld ist immer der große Hund.

Update:

Am 12.02.2022 haben wir die Adoptionsgebühr von 150€ bezahlt und die Papiere auf uns umschreiben lassen. Gandalf gehört nun offiziell zur Familie.

Familienfoto mit Bailey und Gandalf

Mehr zur Hunderasse hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Greyhound_(Hunderasse)

Hier gibts das erste Video:

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Leuchttürme und Delfine

Ein Gastbeitrag von Silvia Peiker (mehr dazu im Autorenprofil)

Sonnenschein und Wärme hatten wir offensichtlich vergessen einzupacken, denn der gälische Wettergott sandte uns zu den täglich erfrischenden Regenschauern, an die wir uns schon gewöhnt hatten, nun auch noch nahezu blickdichte Nebenschwaden.

Kurz zuvor waren wir noch staunend an den eindrucksvollen Kohlpalmen vorbeigezuckelt, die aufgrund der warmen Meeresströmungen hervorragend in den Gärten gedeihen und ihr südliches Flair verströmen. Nun baute sich auf unserem Weg nach Loop Head eine unheimliche Nebelwand auf, um derentwillen wir nun quasi im Schneckentempo der idyllisch gelegenen Halbinsel entgegen krochen. Der weiß getünchte Leuchtturm, der die herannahenden Schiffe vor den gefährlichen Felsen der Atlantikküste warnt, und das im Reiseführer so verlockend angepriesene Panorama waren nur noch schemenhaft auszumachen. So wurde unser Rundgang am Rand der Klippen zu einem gewagten Unternehmen. Denn der pflanzliche Untergrund war rutschig vom feinen Nieselregen, das Meer brandete wild unterhalb und die Sicht wurde von Minute zu Minute schlechter. Also wieder retour zum Auto und zum nächsten Supermarkt einkaufen fürs Abendessen, wo mich eine freundliche ältere Irin wohl aufgrund meines rötlichen Haarschopfs mit gälisch gefärbtem Dialekt ansprach. Ich verstand nur „station“, war aber geschmeichelt, dass sie mich für eine Einheimische hielt.

Loop Head Leuchtturm, Co. Clare – Foto: Irlandfoto.com

Am nächsten Morgen auf nach Carrigaholt zum dolphin watching. Über dem Fischkutter zogen weiße Wolken, die wie eine Daunendecke jedes Fünkchen Blau des Horizonts verhüllten, unter uns die kalten Wellen des Shannons, in dessen Grau sich ab und zu eine Rückenflosse der verspielten Tümmler abzeichnete. Begeistert zückten sämtliche Touristen ihre Kameras, wenn ein Delfin aus dem Wasser schnellte, nur um rasch wieder unterzutauchen.

Carrigaholt, Co. Clare – Foto: Irlandfoto.com

Mit zunehmender Fahrt frischte der Wind immer mehr auf und ich wäre über einen Anorak, so wie ihn andere vorsorglich dabei hatten, froh gewesen. So froren wir tapfer in unseren leichten Jacken und freuten uns, als wir wieder in den windgeschützten Hafen einliefen.

Rasch sausten wir ins einzige Pub des kleinen Nestes, um uns mit Tee und warmem Essen wieder aufzuwärmen. Groß war die Enttäuschung, denn das einzige Nahrungsmittel, das hier kredenzt wurde, waren, typisch für einen Ort, der vom Fischfang lebt, natürlich Flossentiere. Diese wurden jedoch von unseren Kids, mit Ausnahme von Fischstäbchen, vehement zurückgewiesen. Aber die Iren sind ja für  ihr großes Herz bekannt, und so versorgten sie unseren hungrigen Nachwuchs mit einer eigens für sie zubereiteten bunten Obst- und Gemüseplatte. Da strahlten die Kinderaugen und auch der beste aller Väter und ich konnten uns nun ohne schlechtes Gewissen am köstlich zubereitetet irischen Wildlachs delektieren.

Ein irischer Segensspruch spiegelt die Hilfsbereitschaft der Inselbewohner wider:

„Bedenke, dass jemand, der an deine Tür klopft, vom Himmel geschickt sein könnte.“

Anmerkung von Irlandfoto:

In Carrigaholt spielen auch diverse Szenen aus dem Film „Sprachlos in Irland“, der 2020 in der Gegend hier gedreht wurde.

Siehe auch: https://www.daserste.de/unterhaltung/film/freitag-im-ersten/sendung/sprachlos-in-irland-100.html

Autorenprofil:

Silvia Peiker – Ein edler Tropfen aus dem Jahrgang 1963, Fremdsprachensekretärin, Studium der Freizeitpädagogik. Tätig bin ich in der Bibliothek, wo ich für das Kleinkind- und Ferienprogramm zuständig bin. Meine Leidenschaft sind Bücher, Schreiben und die Natur. Ich bin Mutter von drei Kindern und lebe mit dem besten aller Väter, der jüngsten Tochter und zwei süßen Katzen in Wien.

Mehr Geschichten von Silvia findet Ihr hier: https://www.story.one/de/u/silvia-peiker-17522

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Reisegeschichten aus Irland

Ein Gastbeitrag von Stefanie Bleier (mehr dazu im Autorenprofil)

In diesem Gastbeitrag erzählt uns Stefanie von ihrer Reise 2011 durch diverse Grafschaften Irlands.

Inhalt:

Glendalough

Wir fahren mit dem Mietauto von Dublin in die ca. 40 km entfernten Wicklow Mountains. Nicht wie vor hunderten von Jahren die Wikinger, die mit ihren Schiffen kamen. Wir werden als Besucher freundlich begrüßt und nicht gefürchtet wie einst die rauen Nordmänner. Wir kommen, um der Geschichte des Ortes zu lauschen, die Schönheit der Natur zu bestaunen und die Ruhe zu genießen. Wir kommen nicht um zu plündern und Unheil zu verbreiten.

Glendalough, das „Tal der zwei Seen“, ist bekannt für seine Klostersiedlung am unteren Ende der beiden Seen. Ein Besucherzentrum heißt die zahlreichen Touristen willkommen und bietet Informationen zur Geschichte der Klosteranlage. Als wir die vielen Autos erblicken, befürchten wir, dass diese Sehenswürdigkeit total überlaufen ist. Nichtsdestotrotz parken wir das Auto und gehen zu Fuß entlang eines Baches weiter.

Die Geschichte des Ortes reicht bis ins 6. Jahrhundert zurück. Der Heilige Kevin kam hierher, um zurückgezogen zu leben. Es sammelten sich jedoch rasch viele Menschen um ihn und die Siedlung wuchs. Der Legende nach soll Kevin im Jahr 618 im stolzen Alter von 120 Jahren verstorben sein. Ich versuche mir vorzustellen, wie die Menschen damals lebten. Es muss ein hartes, entbehrungsreiches Leben gewesen sein. Doch sind wir heute mit unserem Reichtum sehr viel glücklicher als es die Menschen damals waren?

Nach einem kurzen Fußmarsch erreichen wir die Klosteranlage. Genauer gesagt das, was davon noch übrig ist. Der 33 Meter hohe Rundturm sticht als Erstes ins Auge. Von außen betrachtet wirkt er noch gut erhalten. Der Innenbereich ist für uns nicht zugänglich. Er wurde 1066 erbaut, um die religiösen Schätze der Mönche vor den Wikingern zu schützen. Dutzende Grabsteine, viele mit keltischen Kreuzen verziert, flankieren den Weg. Die Inschriften sindkaum mehr zu entziffern. Sowohl die Wikinger, als auch englische Truppen überfielen die Klosteranlage mehrmals. Ich frage mich, wie viele Menschen bei den Überfällen ihr Leben lassen mussten. Obwohl die Anlage 1398 großteils zerstört wurde, ließen sich die Mönche nicht gänzlich vertreiben. Das Kloster blieb bis ins Jahr 1539 bestehen, als der englische König Heinrich VIII die Auflösung aller irischen Klöster befahl.

Glendadlough, Co. Wicklow – Foto: Stefanie Bleier

Wir verlassen die Klosteranlage und spazieren in Richtung der zwei Seen. Wir folgen einem schmalen Fußweg. Die Wanderwege sind gut beschildert. Je weiter wir uns vom Parkplatz entfernen, desto weniger Touristen begegnen uns. Wir kommen an einem kleinen Wasserfall vorbei. Ich halte inne und atme die frische Luft tief ein. Die Magie des Ortes umfängt michund ich würde gerne noch länger hier verweilen. Doch die Reise geht weiter…


Der Titanic auf der Spur

Meine Irland-Rundreise 2011 führt mich nach Cobh, einer Stadt im Süden der Insel. Cobh, zu Deutsch „Die Höhle“, ist mit einer Brücke mit dem Festland verbunden. Ich spaziere mit meiner kleinen, aber feinen Reisegruppe die steile Straße zum Hafen hinunter. Ein Großteil des Ortes befindet sich in einer Hanglange. Ins Auge stechen die vielen bunt gestrichenen Häuser.

Wir schlendern an einem der weltweit größten Naturhäfen entlang. Die Kulisse ist wirklich beeindruckend. Mein Blick streift über die kleinen, bunten Fischerboote, die von ihrer morgendlichen Ausfahrt wieder sicher zurück in den Hafen kamen. Die Sonne strahlt vom Himmel, es ist angenehm warm. Wir verweilen auf einer der Parkbänke und beobachten einen Schwarm Möwen. Die grüne Insel zeigt sich von ihrer schönsten Seite. Viele Kreuzfahrtschiffe machen hier Halt. Heute ist die Stadt fest in der Hand von Touristen, doch das war nicht immer so.

Cobh, Co. Cork – Foto: Stefanie Bleier


Gegen Ende des 18. Jahrhunderts entwickelte sich Cobh zum Auswandererhafen. Man geht davon aus, dass bis 1950 an die 2,5 Millionen Menschen ihre Heimat von hier aus verließen. Weltweite Bekanntheit erreichte der Ort allerdings aus einem tragischen Anlass. Der Hafen von Cobh war der letzte, den die Titanic vor ihrem Untergang anlief. Nach unserer Rast auf der Parkbank spazieren wir weiter. Wir folgen dem Titanic Trail durch die Stadt und erfahren mehr über das bekannteste Schiffsunglück der Welt.

Dann geht es steil bergauf. Über dem Ort wacht die St. Colman Kathedrale. Kühle Luft umfängt uns, als wir die neugotische Kirche betreten. Besonders stolz ist man hier auf das einzige Glockenspiel Irlands mit insgesamt 49 Glocken. Da die Restaurants hier eher teuer sind, gibt es zum Abendessen ganz traditionell Fish & Chips.

Am nächsten Morgen regnet es wenig überraschend und wir beschließen weiterzuziehen. Insgeheim bin ich froh, diesen Ort wieder verlassen zu können. Bei all der malerischen Kulisse drehen sich meine Gedanken doch ständig um die Schicksale der verzweifelten Auswanderer und der ertrunkenen Passagiere der Titanic.

Ich bin gespannt, was es noch zu entdecken gibt. Nächstes Highlight der Reise: Garinish Island!


Garnish Island

Die Reise begann in Dublin und führte uns über Glendalough und Kilkenny, wo wir das malerische Kilkenny Castle besichtigten, nach Cobh. Anschließend ging es weiter zur Beara Halbinsel im Südwesten von Irland. Wir fuhren den bekannten Ring of Beara entlang. Die enge und kurvenreiche Straße ist für Reisebusse und Wohnmobile gesperrt. Es sind daher nur wenige Touristen mit ihren Mietautos unterwegs.

Wir nächtigten im Ort Glengarriff. Hier ist man stolz darauf, die mildesten Wintertemperaturen in ganz Irland zu haben. Das angenehme Klima macht sich natürlich in der Vegetation bemerkbar. Unter dem wärmenden Einfluss des Golfstroms blüht und gedeiht alles hervorragend. Die Niederschlagsmenge ist recht hoch, bei unserem Besuch blieb es erfreulicherweise trocken. Die malerische Landschaft war ein Traum! Die Halbinsel ist zu Recht nach der altirischen Fruchtbarkeitsgöttin Beara benannt. Die zahlreichen Menhire, Steinkreise und Hügelgräber wirken selbst bei Sonnenschein mystisch und geheimnisvoll auf die Besucher.

Eigentlich wollten wir am nächsten Morgen nach Killarney, wo ein Nationalpark bereits darauf wartete von uns bewandert zu werden, weiterfahren. Der Besitzer des Bed and Breakfast gab uns jedoch den Tipp, vor der Weiterfahrt noch einen Abstecher auf die Insel Garinish zu machen. Wir änderten unsere Pläne und wurden nicht enttäuscht!

Die 15 ha große Insel erreicht man mit einer Fähre. Allein die Überfahrt war schon den ungeplanten Ausflug wert. Die Fahrt ging an Robbenbänken vorbei und wir konnten die beeindruckenden Tiere aus der Nähe beobachten. Zuerst war ich mir nicht sicher, ob die Robben überhaupt echt warten. Denn sie lagen gemütlich auf ihren Felsen und bewegten sich nicht. Erst, als unsere Fähre an ihnen vorbeifuhr, glitt eines der schwerfälligen Tiere mit einem mächtigen Platscher ins Wasser. Es fehlte nicht viel und wir wären nassgespritzt worden.

Einst war die Insel Garinish nur ein karger Felsen. Der Boden wurde mit Humus fruchtbar gemacht. Nach und nach entstand ein Paradies aus Blumen, Bäumen und Sträuchern, welches man in wärmeren Gefilden erwarten würden, aber sicher nicht im sonst eher kalten und verregneten Irland. Die Pläne für die Bepflanzung der Insel stammt vom Architekten und Landschaftsgärtner Harald Peto. Seit den 50er Jahren ist die Insel im Besitz des Staates Irland.

Garnish Island (oder auch Garinish Island), Co. Cork – Foto: Stefanie Bleier

Wir spazierten gemächlich durch die verschiedenen Themengärten. Neben dem italienischen Garten und dem griechischen Tempel hat mir der ummauerte Garten am besten gefallen. Er wirkte auf mich wie ein verwunschener Garten aus einem Märchen. Bei all der Blumenpracht hielt ich allerdings vergeblich Ausschau nach einem Märchenprinzen auf seinem weißen Pferd!


Céad Míle Fáilte

Céad Míle Fáilte – so lautet die irische Begrüßungsformel für die zahlreichen Touristen, die Jahr für Jahr die grüne Insel bereisen. Die Iren sind ein sehr freundliches Volk. Von den allgegenwärtigen Religionsstreitigkeiten bekamen wir auf unserer Reise zum Glück nichts mit. Wir fühlten uns immer herzlich willkommen.

Wir waren nun ungefähr eine Woche in Irland unterwegs. Halbzeit. Und genau ab diesem Zeitpunkt brachte ich das traditionelle irische Frühstück, bestehend aus Eiern, Speck, Würstchen und Sodabrot mit Honig einfach nicht mehr hinunter. Ich wechselte auf mein traditionelles Frühstück, bestehend aus Brot, Butter und Marmelade zurück. Trotzdem gut gesättigt ging die Fahrt mit unserem Mietauto an diesem Morgen weiter. Der Killarney Nationalpark in der Grafschaft Kerry war das nächste Highlight unserer Reise.

Der über 100 km² große Nationalpark befindet sich im Südwesten Irlands auf der Halbinsel Iveragh. Zur Anlage gehören drei Seen: der Lough Leane, der Muckross Lake und der Upper Lake. Die Besucher können den Nationalpark zu Fuß erkunden oder eine Rundfahrt mit einer Pferdekutsche machen. Es gibt auch Fahrräder zum Ausleihen. Nachdem das Wetter leider nicht so ganz mitgespielt hatte, es war stark bewölkt und sah nach Regen aus, gingen wir zu Fuß los. Die Regenjacken hatten wir wie immer gut im Rucksack verstaut. Die Landschaft ist hier ganz anders als an der kargen Küste. Die Besucher erwartet einer der ältesten noch verbliebenen Eichenwälder Irlands. Neben Moosen, Flechten und Farnen wachsen auch bunt blühende Rhododendron-Sträucher. Letztere verbreiten sich so stark, dass sie Teile des Parks zu überwuchern drohen.

Wir spazierten bis zur Bricin Bridge, dann kehrten wir um. Den Muckross Lake zu Fuß zu umwandern war uns zu weit. Nachdem das Wetter nun besser wurde und die Sonne zwischen den Wolken hervorblinzelte, bedauerten wir es, uns nicht doch Fahrräder ausgeborgt zu haben.

Bricin Bridge, Killarney Nationalpark, Co. Kerry – Foto: Stefanie Bleier

Zurück beim Parkplatz bewunderten wir noch das Muckross House. Das 1843 im Tudor-Stil erbaute Herrenhaus mit seinem malerischen Blumen- und Steingarten verzauberte mich. Nach einem durchschnittlichen, eher kantinenmäßigen Mittagessen machten wir es uns noch ein Stündchen im Park gemütlich und genossen die warmen Sonnenstrahlen auf unserer Haut.

Um die Stadt Killarney machten wir anschließend einen großen Bogen, da sie in unserem Reiseführer als teure Touristenfalle bezeichnet wurde. Wir fuhren stattdessen weiter in Richtung der berühmten Cliffs of Moher.

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Aran Islands

Nachdem wir die Cliffs of Moher besichtigt hatten, nächtigten wir im beschaulichen Ort Doolin. Wir wollten für den nächsten Tag eine Überfahrt mit der Fähre zur größten der drei Aran-Inseln buchen. Leider waren wir zu spät dran, die Fähre bereits ausgebucht und wir mussten mit der kleinsten Insel, Inis Oírr, vorlieb nehmen. Trotz der kleinen Enttäuschung verbrachten wir einen netten Abend. Wir wollten ganz traditionell irisch speisen. Meine Reisebegleiter bestellten Fisch und Meeresfrüchte. Ich persönlich mache um Hummer, Krebse, Muscheln und Austern lieber einen großen Bogen. Stattdessen ließ ich mir ein Irish Stew, einen Eintopf aus Lammfleisch, schmecken. Wir ließen den Abend in einem Pub mit Live Musik gemütlich ausklingen.

Am nächsten Morgen schlenderten wir zu Fuß zum Hafen. Wir waren früh dran und somit die ersten, die sich einen guten Platz auf der Fähre aussuchen durften. Bei der Überfahrt begleitete uns ein Delfin ein Stück. Ich war begeistert, hatte ich doch noch nie einen Delfin außerhalb eines Zoos beobachten dürfen. Wir hatten Glück mit dem Wetter, die Sonne strahlte vom Himmel und es war angenehm warm.

Als wir die kleine Insel betraten, konnte ich es kaum fassen, dass sich hier, an diesem abgelegenen Ort, Menschen angesiedelt hatten. Auf der kargen Kalksteininsel gibt es keine Bäume. Nur Sträucher, Gras, Farne, ein paar Blumen und sehr viele Steinmauern. Diese wurden errichtet um zu verhindern, dass der von Menschenhand angelegte, fruchtbare Boden wieder fortgeweht oder fortgeschwemmt wurde.

Die Inselgruppe der Aran-Inseln (Oileáin Árann) umfasst eine Landfläche von 51 km² und hat an die 1.250 Einwohner. Im 18. Jahrhundert wurden die Inseln noch von 5.000 Menschen besiedelt. Vor allem die Jungen zieht es mangels Arbeitsplätze fort. Lebten die Bewohner früher vom Fischfang, ist heute der Tourismus die Haupteinnahmequelle.

Wir entdecken eine kleine Kirchenruine und machten ein paar Fotos. Die Kirche ist dem Heiligen Kevin geweiht, von dem wir schon bei unserem Besuch in Glendalough gehört hatten. Wir marschierten weiter und trauten unseren Augen nicht. Mitten auf dem Strand stand ein rostiges, altes Schiffswrack. Wie wir später erfuhren, handelt es sich um das Wrack des Frachters Plassy. Alle Besatzungsmitglieder konnten bei dem Schiffsunglück im Jahre 1960 gerettet werden. Gerne hätten wir noch den Leuchtturm besichtigt, doch der ist für die Touristen leider nicht zugänglich.

O’Brien’s Castle, Aran Islands, Co. Galway – Foto: Stefanie Bleier

Gegen Ende der Runde kamen wir noch an den Resten eines Ringforts und dem O’Brien’s Castle aus dem 14. Jahrhundert vorbei. Wir machten es uns auf dem Hügel gemütlich und genossen unsere Jause. Mein Blick schweifte auf den Hafen und den kleinen Flugplatz hinunter. Noch hatten wir Zeit, bis unsere Fähre wieder zurückfuhr. Verpassen wollte ich sie auf keinen Fall, denn dieser Teil Irlands war mir dann doch etwas zu abgelegen um länger hier zu verweilen.


Wie im Märchen

Nach dem Besuch der Aran Islands ging es weiter Richtung Connemara. Eine karge Moorlandschaft, felsige Klippen und Heidekraut empfingen uns dort. Die dünn besiedelte Gegend ist Heimat der bekannten Connemara-Ponys. Diese Pferderasse gilt als besonders genügsam und zuverlässig. Bei einer kleinen Wanderung trafen wir auf eine Herde. Eines der schönen Tiere ließ sich von mir streicheln.

Danach besichtigten wir das zurecht am meisten fotografierte Gebäude in Irland: die Kylemore Abbey. Auch wir zückten natürlich unseren Fotoapparat um das traumhaft schöne Gebäude, erbaut aus Kalkstein und Granit, festzuhalten. Das Schloss sieht aus wie aus einem meiner geliebten Fantasyfilme entsprungen und liegt an einem malerischen, mit Schilf bewachsenen See. Beim Betreten des Schlosses kam ich mir vor wie in einem Märchen. Leider ist die Geschichte des Gebäudes wenig märchenhaft und sehr traurig. Es wurde von dem Unternehmer Mitchell Henry in Auftrag gegeben und im Jahr 1871 fertiggestellt. Mitchells Ehefrau Margaret erkrankte nur drei Jahre später während eines Urlaubs in Ägypten an der Ruhr und verstarb. Sie wurde in einem Mausoleum in Kylemore beigesetzt und eine gotische Kirche zum Andenken an sie errichtet. Ohne seine Frau wurde Mitchell in dem prächtigen Anwesen nicht glücklich und es wechselte mehrmals seinen Besitzer. Seit 1920 beherbergt das Gebäude den Orden der Benediktinerinnen. Die Haupteingangshalle und drei angrenzende Räume dürfen von den zahlreichen Touristen besichtigt werden.

Kylemore Abbey, Connemara, Co. Galway – Foto: Stefanie Bleier

Genauso bezaubernd wie das Schloss selbst empfand ich den dazugehörigen viktorianischen Mauergarten. Wir verzichteten auf den Shuttlebus und gingen zu Fuß. Der „Walled Garden“ hat eine Größe von 3,4 Hektar und ist in mehrere Themengärten unterteilt. Er wurde zeitgleich mit dem Schloss angelegt. Neben wunderschönen Blumen, Sträuchern und Zierbäumchen, die es zu betrachten gibt, wurde der Garten auch als Obst- und Küchengarten verwendet. Von den ursprünglich 21 Gewächshäusern wurden bislang nur zwei wieder aufgebaut. Ebenfalls zu besichtigen gibt es die Gärtnerhäuser. Die Besucher erhalten einen interessanten Einblick in die Lebensumstände von früher. Wir zögerten kurz bevor wir eintraten. Alles wirkte so lebendig und bewohnt. Im Kamin brannte sogar ein Feuer und verlieh der Wohnstube eine gemütliche Atmosphäre.

Von Connemara aus fuhren wir noch ein Stück die Westküste entlang bis nach Achill Island, wo es leider stark regnete. Dann ging es zurück an die Ostküste. Es hieß langsam Abschied nehmen von der Grünen Insel. Am letzten Tag unternahmen wir noch eine herrliche Klippenwanderung in der Nähe von Dublin. Die zwei Wochen waren wie im Flug vergangen. Dank der Reisegeschichten Challenge habe ich die Rundreise in Gedanken noch einmal erleben dürfen. Eines Tages möchte ich diesen herrlichen Fleck Erde meinen Kindern zeigen.


Autorenprofil:

Stefanie Bleier ist 1982 geboren. Nach dem Studium der Kommunikationswissenschaft und Pädagogik hat es sie der Liebe wegen wieder zurück in die Heimat gezogen. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren drei wundervollen Kindern im schönen Salzkammergut. Mit ihrer Familie ist sie viel in der Natur unterwegs.

Mehr Geschichten von Stefanie findet Ihr auch bei strory.one: https://www.story.one/u/stefanie

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Die neue Futterstation

Seit Wochen schon ist das Wetter nass und kalt, aber was will man vom Dezember oder Januar groß erwarten. Wenigstens haben wir in den Wintermonaten keine extreme Kälte oder gar Glatteis und auch Schnee ist hier auf der Insel eher selten (siehe auch: Irland und das Wetter). So ist es auch kein Wunder, dass die ersten Fotos im neuen Jahr nicht irgendwo am Meer oder bei einer historischen Ruine entstanden sind, sonder im heimischen Garten.

Als meine Frau und ich gestern zum Zooladen gefahren sind, um Hundefutter und Leckerlis für unsere Fellnase zu kaufen, entdeckten wie ein tolles Vogelhäuschen aus Holz, das fast wie ein Wikinger-Haus aussah. Da ich allerdings nicht 150€ für ein Vogelhaus ausgebe, war das Thema nach dem Blick auf das Preisschild wieder erledigt.

Im Regal daneben entdeckte ich jedoch einen Stapel mit schmalen, aber langen Kartons, auf denen eine interessante Futterstation abgebildet war. Diese wollte ich mir doch näher ansehen. Ich schnappte mir also eine der Pappschachteln und las die Beschreibung durch. Die Futterstation bestand aus 3 Metallstangen, die man ineinanderstecken konnte, einige Haken für Meisenknödelhalter und je einen für eine Futter- und Wasserschüssel. Im Karton waren bereits die beide Schalen für Futter und Wasser enthalten. Das Ganze kostete ca. 24€ sah auch noch nett aus. Meisenknödelhalter hatten wir ohnehin zu Hause, daher wurde das Teil mitgenommen.

Zu Hause machte ich mich gleich an den Aufbau, der in ein paar Minuten erledigt war und steckte das Gebilde ins weiche Gras. Nun mussten nur noch die Halter für die Meisenknödel und den Futterspender eingehängt sowie die Wasser- und Futterschüssel aufgefüllt werden und fertig war der neue Spielplatz für unsere gefiederten Besucher.

Nach dem Aufbau schnappte ich mir meine Kamera mit dem Tamron 150-600 mm-Objektiv sowie das Stativ und postierte mich hinter der Terrassentüre, denn die ersten Vögel hatten schon das neue Gebilde im Garten inspiziert. Es dauerte auch nicht lange, bis sich die Meisen, Rotkehlchen, Stare usw. trauten, sich darauf zu setzen.