Fotografieren in Irland

Auf der Lauer

Die Vogeltränke, die wir vor ein paar Wochen für unseren Garten gekauft hatten, war bisher eher selten besucht. Letzte Woche berichtete meine Frau freudig: „Heute war einer im Vogelbad.“ Das wars aber auch für die nächsten Tage.

So überlegte ich am Wochenende, wie ich das Teil für unsere gefiederten Gäste attraktiver gestalten könnte. Da die Vogeltränke komplett aus Plastik besteht und somit immer mit ein paar Haken im Gras befestigt werden musste, begann ich damit, sie auf eine übrige Steinplatte zu stellen und einen großen Stein darin zu platzieren. Erstens hatte das den Vorteil, dass sie gerade stand, außerdem konnte ihr ein leichter Wind auch ohne die Haken nichts anhaben.

Zusätzlich bohrte ich drei kleine Löcher in die Schüssel und befestige mit dünnem Draht ein paar Äste daran. Das sollte doch den einen oder anderen Piepmatz dazu animieren, dort Platz zu nehmen.

Nun begann das Warten. Ich postierte mich am Vormittag in sicherer Entfernung mit Stativ und Kamera, bestückt mit dem 600mm-Objektiv, im Bereich der Türe unseres Abstellraumes, die zum Garten führt. Dort saß ich eine Weile, aber nichts geschah. Die Vögel kamen zwar zum Vogelhaus um zu fressen, aber auf meine neue Konstruktion wollte sich keiner davon so recht setzen. Nur zweimal wagte es einer kurz, um sich auf einem der Äste niederzulassen. Beim ersten Mal hatte ich gerade eine Taube auf dem Vogelhaus im Visier, beim zweiten Mal war ich zu langsam, weil ich gerade von einem anderen Vogel auf unserem Schuppendach abgelenkt war. Gegen Mittag gab ich auf, denn nun kamen auch immer weniger Vögel.

Meine Frau bemerkte, dass die Vögel meistens am Morgen oder frühen Vormittag in unserem Garten sehr aktiv waren und ab und zu auch mal einer an der Vogeltränke saß. Also startete ich am Sonntagvormittag einen neuen Versuch. Gegen 8 Uhr füllte ich das Vogelhaus mit frischem Futter und postierte mich erneut auf meinem Beobachtungsposten auf einem Stuhl und mit Fernauslöser in der Hand. Das Objektiv war fertig eingestellt und auf die Tränke gerichtet.

Zu meiner Freude dauerte es diesmal nicht lange und der erste Vogel begutachtete vom Vogelhaus aus meine neue Konstruktion für ein paar Sekunden und flog dann dorthin, um sich einen kurzen Schluck Wasser zu gönnen. Diesmal war ich vorbereitet und bekam die ersten Bilder mit Vogel.

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