Fototipps für schlechtes Wetter – Kirchen

Was macht man, wenn einen das Regenwetter nicht wirklich zum Fotografieren von Landschaften anregt? Man sucht sich Objekte, die überdacht sind, wie z. B. Kirchen. Hier stelle ich euch zwei wunderschöne Exemplare davon vor, die ich in den letzten Jahren besucht habe.

Je nach Wochentag oder Jahreszeit kann es jedoch schon eine kleine Herausforderung sein, mitten im Gang sein Stativ leise aufzustellen ohne die Besucher zu sehr zu stören und dann die Kamera einzustellen. Blitzlicht ist auch tabu. Zum einen ist es in den Kirchen in der Regel nicht erlaubt, zum anderen wird die Stimmung in den meist dunklen Gebäuden dadurch zerstört. Auch ein Foto ohne Besucher darauf zu bekommen, ist nicht immer leicht.

The Cathedral of St. John the Baptist, Limerick

Die vom englischen Architekten Thomas Hardwick entworfene St. Johns Cathedral in Limerick hat, mit einer Höhe von ca. 81 Metern, einen der höchsten Türme Irlands. Der Grundstein wurde 1856 gelegt. Der Bischofsstuhl wurde 1894 in München geschnitzt. Der Altar selbst ist aus Limerick-Marmor und die Unterkonstruktion aus Alabaster und farbigem Marmor.

The Cathedral of St. John the Baptist, Limerick

Besonders in Zeit vor Weihnachten sind viele Kirchen sehr schön geschmückt, wie hier in Limerick im Dezember 2016.


Galway Cathedral

Ein unbedingtes „Muss“ bei einer Stadtbesichtigung in Galway ist die 1965 fertiggestellte Kathedrale. Sie steht am Westufer des Corrib und ist ist die Bischofskirche des römisch-katholischen Bistums Galway und Kilmacduagh.

Galway Cathedral


Ein Highlight (neben den öffentlichen Toiletten, die sich in der Kathedrale befinden) ist unter anderen die Orgel, die 1966 von der Firma Rushworth & Dreaper in Liverpool gebaut wurde. Die Orgel wurde von Trevor Crowe, einem irischen Orgelbauer, 2006-2007 reorganisiert.

Galway Cathedral

Der vollständige Name der Kathedrale lautet: Cathedral of Our Lady Assumed into Heaven and St. Nicholas.

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Das neue Homeoffice

Die Vorarbeiten

Zur Zeit gibt es nicht viel über neue Fotos zu berichten, daher gibt es heute mal einen Bericht aus den heimischen vier Wänden.

Die Corona-Krise wird wohl noch eine Weile dauern und mein Arbeitgeber hatte im letzten Meeting verkündet, dass wir voraussichtlich noch bis zum Jahresende von zu Hause aus arbeiten werden, worüber ich nicht unbedingt traurig bin. Auch wenn ich meine Kollegen mal wieder gerne live sehen würde, hat es doch Vorteile. Abgesehen von den Einsparungen bei den Kraftstoffkosten ist es auch angenehm, morgens in die Jogginghose und ein altes Shirt zu schlüpfen und auf dem ca. 5 Meter langen „Arbeitsweg“ noch schnell eine Tasse Kaffee ins nächste Zimmer mitzunehmen.

Das alles war ein Grund mehr, das schon länger geplante Vorhaben „Homeoffice“ nun doch in die Tat umzusetzen. Wir hatten schon früher daran gedacht, das eigentlich ungenutzte Zimmer für meine Fotoausrüstung, Bilder, Koffer, Rucksäcke usw. zu nutzen, aber immer wieder verworfen. Das zukünftige Büro war bisher eher ein weiterer Abstellraum mit einem alten Schrank, in denen man alte Fotoalben und Sonstiges aufbewahrt hatte, einer Kommode und einem Bett. Letzteres diente, neben dem eigentlichen Fremdenzimmer, noch als zusätzliche Schlafmöglichkeit, sollte sich mal mehr Besuch ankündigen.

Letzte Woche wurden die wichtigsten Utensilien wie Farbe, Pinsel usw. im örtlichen Baumarkt gekauft und wir (meine bessere Hälfte und ich) machten uns an die Arbeit.


Den ersten Samstag Vormittag verbrachten wir dann mit dem Aussortieren und Entrümpeln – interessant, was so alles in einen alten Kleiderschrank passt…. Dieser wurde, nachdem er leer war, zerlegt und als Brennholz im Geräteschuppen unseres Gartens gelagert. Sieht so aus, als wenn ich im kommenden Winter doch wieder öfter den offenen Kamin im Wohnzimmer benutzen werde, denn das war heuer schon der zweite Schrank, der sein Dasein auf diese Weise beendete. Langsam wird es eng im Schuppen…


Jetzt ging es ans Streichen – eine der undankbarsten Arbeiten bei der Renovierung des Zimmers, denn der Vormieter hatte dieses scheinbar als Kinderzimmer genutzt und mit dunkler, lila Farbe gestrichen. Dies machte den neuen Anstrich in hellem Magnolia nicht gerade leicht. Allein das Vorstreichen der Kanten kostete mich den restlichen Samstag Nachmittag. Des Weiteren mussten erst noch diverse Tesafilm-Reste von der Wand gekratzt werden. Am Sonntag wurde dann den Wänden mittels Farbrolle ein neues Outfit verpasst. Die neue Farbe hat doch besser gedeckt als ich anfangs befürchtet hatte und so war der Anstrich mit 2-3 Durchgängen erledigt.

Nachdem ich am Montag noch Urlaub hatte, wurde dieser für die vorerst restlichen Arbeiten wie Vorhänge aufhängen, Teppich saugen, Kommode putzen etc. genutzt. Beim Einkaufen am Nachmittag hatte ich mir noch eine kleine Kaffeemaschine für mein neues Büro gegönnt und als ich in der Haushaltswarenabteilung unseres Kaufhauses eine Halloween-Dekoration in Form eines Totenschädels fand, der auf drei aufgestapelten Büchern thront, musste dieser natürlich mit. Der neue Schreibtisch ist ja schon bestellt und darauf macht sich das Teil sicher sehr gut.

Update 12.09.2020
Mittlerweile steht das kleinere von den beiden Regalen und ich warte immer noch auf das große Regal. Dieses sollte eigentlich bereits Anfang dieser Woche geliefert werden. Letztes Update vom Hesteller: Voraussichtliche Lieferung am 12.09. – also heute… mal sehen.

Mittlerweile habe ich mich dazu entschlossen, den Schreibtisch doch aufzubauen und nicht zu warten bis das große Regal steht. Dann muss ich das halt auf dem Gang aufbauen.

Zumindest meine beiden Bilder die ich für mich selbst bestellt hatte sind schon mal da und warten auf Ihren Platz an der Wand.

13.09.2020
Umzug erfolgreich abgeschlossen. Das Regal kam natürlich gestern wieder nicht, aber die PC’s stehen endlich und sind angeschlossen.

Ein paar Tage später kam eine Mail vom Verkäufer des noch fehlenden Regales. In dieser hatte man sich für die lange Wartezeit entschuldigt und mir mitgeteilt, dass das Regal leider beim Versand verloren ging und mir nun den Rechnungsbetrag zurückerstattet, da leider kein weiteres mehr auf Lager ist.

Das Regal hat aufgebaut die Maße 147 x 39 x 147 cm und besteht aus zwei schweren Kartons… wie kann man sowas „verlieren“???

Egal – ich hab das Teil dann beim Hersteller direkt bestellt. Nach weiteren zwei Wochen Lieferzeit war auch dieser Abschnitt erledigt und mein Büro endlich fertig.

Steinkreis von Uragh

Steinkreis von Uragh, Co. Kerry

Da ich diesen Ort schon lange in meiner Planung hatte und das Wetter gestern ideal war, hatte ich endlich die Gelegenheit genutzt und bin zum Steinkreis von Uragh im Co. Kerry gefahren. Dieser steht auf der Beara-Halbinsel zwischen den Seen Cloonee Lough und Inchiquin Lough etwa 6 km von der Grenze zum County Cork entfernt. Er hat einen Durchmesser von ca. 2,5 Metern und besteht aus 5 kleinen Steinen und einem ca. 3 Meter hohen Monolith.


Was mich an dem Steinkreis so gereizt hatte, war die malerische Umgebung, die man auf den Bildern, die man im Internet findet, nur ahnen kann. Der Steinkreis steht auf einer kleinen Anhöhe, von der aus man eine wunderbare Sicht auf die beiden angrenzenden Seen hat, die in dieser traumhaften Berglandschaft liegen.


Die ca. 4 km lange Strecke ab der Abzweigung der R571 ist für Fahrer, die die irischen „Backroads“ nicht gewohnt sind, sicher ein besonderes Erlebnis. Auf der zum Teil unbefestigten Straße, die gerade mal breit genug für einen Pkw ist und in manchen engen Kurven auch noch bergauf oder bergab führt, gibt es nur wenige Stellen, an denen man einem entgegenkommenden Fahrzeug Platz machen kann, indem man möglichst weit links anhält. Hat man die Strecke dann gemeistert, wird man von einem traumhaften Anblick belohnt. Die ca. 250 Meter hinauf zum Steinkreis muss man dann jedoch noch zu Fuß gehen.

Am Steinkreis angekommen wurde ich erstmal von blökenden Schafen begrüßt, die sich in der gesamten Gegend hier tummeln. Als ich näher kam, machten sie sich aber doch rasch aus dem Staub, was mir einen ungestörten Blick auf mein Hauptmotiv ermöglichte.

Als ich mich nach einiger Zeit auf den Heimweg machte, musste ich doch nach ca. 3 Minuten nochmal anhalten. Auf der linken Seite lag ein Steg aus Steinen gebaut neben einer kleinen Bootshütte. Diese hatte ich bei der Anfahrt aufgrund des Blickwinkels gar nicht gesehen. Da ich jetzt von der anderen Seite kam, stach mir das Bild sofort ins Auge und ich hielt neben der kleinen Blechhütte an. Ein idealer Zeitpunkt, denn die Sonne strahlte am späten Nachmittag schön auf die hohen Bäume auf der anderen Seite des Sees und mit diesem ungewöhnlichen Steg im Vordergrund war es ein wunderbarer Anblick, den ich natürlich festhalten musste. Ein genialer Abschluss des Tages.

Cloonee Lough

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Stative – Helfer mit drei Beinen

Das Alltags-Stativ

Früher oder später kommt meist die Frage auf „Brauche ich ein Stativ? Und wenn, welches?“. Was für professionelle Fotografen zur Grundausstattung gehört, ist evtl. für den Hobby-Fotografen eine Investition, die man sich erstmal durch den Kopf gehen lässt.
Wenn man in der Entscheidungsfindung dann etwas voran geschritten ist und sich wahllos im Internet diverse Werbungen von Herstellern oder Online-Versandhäusern ansieht, wird man erstmal von utopischen Preisen abgeschreckt. Da gehen die Preise auch schon mal an die 500€-Grenze oder darüber.


In der Regel findet man aber im Bereich von ca. 100€ bereits ordentliche Stative. Doch der bekannte Satz „Wer billig kauft, kauft zweimal“ ist vor allem bei Stativen zutreffend. Um nicht zu viel Geld auszugeben, hatte ich vor einigen Jahren ein absolutes Billig-Stativ für ca. 20€ gekauft. Klar, das Teil tat, was es sollte – die Kamera festhalten. Das war zumindest besser als aus der Hand fotografieren und ermöglichte auch Aufnahmen mit niedriger ISO und längeren Belichtungszeiten oder Langzeitaufnahmen. Aber durch die leichte Bauweise wurde das eine oder andere Bild bereits beim leichtesten Wind unscharf, denn selbst die schwere Kamera konnte die kleinsten Bewegungen des Statives nicht verhindern (hier in Irland an der Westküste ist Fotografieren ohne Wind auch eher eine Seltenheit). Als mir das Teil mit der Kamera darauf auf einem felsigen Strand beinahe umgekippt wäre, war mir klar: Jetzt wird ein vernünftiges Stativ gekauft.

Ich entschied mich damals für ein Stativ der Marke Neewer für ca. 106€ mit austauschbarem Kugelkopf. Die angegebene Maximalhöhe von 160 cm war mehr als ausreichend und die Möglichkeit, die Winkel der Beine unterschiedlich zu verstellen, kann an manchen Stellen – je nach Gelände – sehr hilfreich sein.


Mit ca. 1,9 kg gehört es zwar nicht zu den leichtesten, aber es ist in Ordnung und hält auch den einen oder anderen Windstoß aus, ohne dass es mit der Kamera darauf umgeweht wird. Ich wandere ja auch nicht stundenlang durch die Gegend. Sollte man doch mal mehr Stabilität benötigen, ist am unteren Ende des mittleren Rohres ein Haken angebracht an dem man noch einen Rucksack oder ähnliches einhängen kann. Im eingeklappten Zustand hat es eine Länge von ca. 62 cm und ist ganz gut an einem Fotorucksack anzubringen.

Was mir persönlich sehr gefällt, sind die Drehverschlüsse an den verstellbaren Rohren. Diese sind mir lieber als die Klickverschlüsse. Ich kann diese zum Beispiel in zusammengeschobenem Zustand mit einer Handbewegung pro Bein öffnen. Bis jetzt hat das Teil gute Dienste geleistet und sollte der Kopf mal defekt werden, einen neuen Stativkopf bekommt man ab ca. 25€ und muss nicht gleich ein neues Stativ kaufen.

Ein weiterer Vorteil beim Verwenden eines Statives ist, neben der Möglichkeit von längeren Belichtungszeiten und schärferen Bildern, dass man das Objektiv (vor allem im Gelände) leichter und sicherer wechseln kann, als wenn man die Kamera in der Hand hält. Wem die Kamera oder das Objektiv schon mal beim Wechseln aus der Hand gerutscht ist, weiß, wovon ich rede.

Das Reisestativ

Als wir im Mai 2019 einen Urlaub in Deutschland an der Ostsee geplant hatten, stand ich erneut vor der Wahl „welches Stativ?“, denn mit meinem aktuellen Stativ war an eine Flugreise mit einem Koffer pro Person + kleinem Fotorucksack + Stativ nicht zu denken. Meine erste Überlegung war, das Stativ einfach zu Hause zu lassen. Aber ich wusste, wenn ich das mache, kommt mit Sicherheit eine Situation, in der ich mir ein Stativ wünschen würde. Also durchforstete ich wieder einmal diverse Angebote im Internet und wurde auch schnell fündig. Für 21,99€ fand ich ein ideales Modell für die Reise.


Dass es wieder ein rotes Neewer wurde ist Zufall, auch wenn mir die Kombination Rot / Schwarz persönlich gut gefällt, war die Farbe des Statives kein Kriterium. Es musste in den Koffer passen und leicht sein.
Das kleine Neewer besteht aus einer Aluminiumlegierung, hat ein Gewicht von ca. 870 g und in gepacktem Zustand eine Länge von 32 cm, ideal zum Einpacken in einen normalen Reisekoffer.

Mit komplett ausgefahrener Mittelsäule und ausgezogenen Beinen erreicht es eine Höhe von 63 cm. Das ist hoch genug, um zumindest in der Hocke noch bequem an der Kamera noch etwas zu verstellen. Hier ist natürlich eine Kamera mit ausklappbarem Display von Vorteil. Die angebrachte Kurbel lässt kleinste Justierungen in der Höhe zu.

Einziger Nachteil: Das Mini-Stativ hat eine spezielle Wechselplatte, d. h. die normale Arca-Swiss-Schnellwechselplatte muss von der Kamera abgeschraubt und durch die des Mini-Stativs ersetzt werden. Da das kleine Stativ jedoch in der Regel dann zum Einsatz kommt, wenn ich das große nicht mitnehmen kann oder will, wird die Kamera vor Antritt der Reise entsprechend bestückt.

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